Vierschanzentournee im Visier: Skispringen: David und Jonathan Siegel kämpfen um einen Startplatz im Team

Jonathan Siegel träumt auch von der Vierschanzentournee.
KuballNicht nur diese Essumstellung hat den 19-Jährigen bereits in den B-Weltcup gebracht. „Ich bin im Frühjahr in den B-Kader aufgestiegen. Dort hat mich der Trainer Jens Deimel, mit seiner Sichtweise auf das Skispringen weitergebracht. Ich bin bereit für Top-10-Ergebnisse in diesem Wettbewerb“, sagt David Siegel, der mit seinem Bruder Jonathan gerade in Österreich beim Training ist. „Dort stehen die ersten Sprünge im Schnee auf dem Programm, ehe es dann im Weltcup losgeht“, sagt David Siegel.
Dabei wird er seinen Bruder wohl nicht all zu oft sehen, denn Jonathan gehört noch dem C-Kader an und startet auch nicht im B-Weltcup, sondern im Deutschlandpokal. „Ich hatte schon das Angebot gehabt, im B-Weltcup zu starten, aber die Trainer und ich waren der Meinung, dass es noch etwas zu früh für mich wäre. Der Druck wäre einfach zu groß geworden“, sagt Jonathan Siegel.
Druck haben beide nun aber dennoch, denn das Duo peilt einen Platz im DSV-Team für die Vierschanzentournee vom 29. Dezember bis 6. Januar 2016 an. „Wenn wir unsere Leistung abrufen, dann haben wir beide eine Chance auf einen Platz im Team“, sagt David Siegel, der schon seit drei Jahren bei der Bundespolizei in Bad Endorf ist. „Ich werde in der Saison immer freigestellt und zwischen April und Juli läuft dann meine Ausbildung. Das ist alles sehr gut abgestimmt, sodass ich mich voll und ganz auf den Sport konzentrieren kann“, sagt David Siegel.
Ganz so leicht hat es Jonathan nicht: Der 17-Jährige besucht das Ski-Internat in Furtwangen und muss teilweise auf Lehrgängen sogar eine Arbeit schreiben. „Ich bin jetzt in der 12. Klasse, also ein Jahr vor dem Abitur, da werden nun öfter Klausuren während meiner Lehrgänge kommen. Es wird zunehmender stressiger, beides unter einen Hut zu kriegen, aber ich schaffe das schon“, betont er.
Und sollte es für ihn und seinen Bruder in diesem Jahr nicht mit einem Platz für die Vierschanzentournee reichen, wird die Sportwelt auch nicht untergehen. Denn beide sind noch jung, haben Ehrgeiz und werden noch weitere Chancen erhalten, um einmal beim prestigträchtigen Wettbewerb oben auf dem Balken zu sitzen.