Olympia-Aus für die Nordische Kombination: „Selbstbedienungsladen“ und „Bürokraten-Bande“ – der Grantler lässt kein gutes Haar am IOC

Der Grinser sieht im Olympia-Aus für die Nordische Kombination auch eine Chance.
dpa/privat- IOC streicht die Nordische Kombination aus dem Olympia-Programm – heftige Kritik folgt.
- Der Grantler sieht darin den Todesstoß für die Disziplin und spricht von Bürokratie und Klickjagd.
- Beispiel Nathalie Armbruster: Gesamtweltcup-Siegerin, doch Frauen wären erst 2030 olympisch gewesen.
- Trainer Klaus Faißt formte seit über 30 Jahren Talente, was aus Sicht der Kritiker missachtet wird.
- Kritisiertes IOC-Argument: zu wenige Nationen – Vergleich mit Bob und Rodeln wird angeführt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Grinser: Na Grantler, hast du schon gehört? Das IOC hat entschieden: Die Nordische Kombination fliegt aus dem Olympia-Programm. Das ist doch eine riesige Chance auf einen Neuanfang für die Sportart.
Grantler: Da kotze ich doch im Strahl! Die schmeißen eine Sportart achtkantig raus, die seit 1924 im Programm war – und du laberst was von „Chance“? Das ist der Todesstoß für eine ganze Disziplin, verdammt noch mal, und du tust so, als hätten die der Nordischen Kombination einen Blumenstrauß geschenkt.
Grinser: Jetzt guck dir doch mal Nathalie Armbruster an – die muss niemandem mehr etwas beweisen. Also, wozu Olympia? Sie kann doch stolz zurückblicken.
Grantler: Stolz zurückblicken? Einen Scheiß kann sie! Die Frau hat mit 19 den verdammten Gesamtweltcup gewonnen und durfte trotzdem nicht bei den Olympischen Spielen in Italien an den Start, weil Frauen erst 2030 hätten dabei sein dürfen. Und jetzt wird ihr diese Tür für immer vor der Fresse zugeknallt, bevor sie überhaupt einen Fuß reinstellen konnte!
Grinser: Schau doch auf das Positive. Etwa auf den Baiersbronner Trainer Klaus Faißt: Seit über 30 Jahren macht er aus Talenten Weltklasse-Athleten. Seinen Sohn Manuel hat er groß gemacht, dazu Nathalie Armbruster. Was für ein Lebenswerk!
Grantler: Ein Lebenswerk, jawohl – und dem IOC ist das scheißegal! Der Kerl steht seit über drei Jahrzehnten in Baiersbronn auf der Matte, schindet sich für den Nachwuchs ab, bringt Talente in die Weltspitze – und diese Bürokraten-Bande in Lausanne wischt das mit einer lausigen Pressemitteilung vom Tisch. Instagram-Reichweite als Kriterium, so ein hirnverbrannter Schwachsinn!
Grinser: Aber du musst zugeben: Das IOC-Argument, dass sich nur wenige Nationen für den Sport interessieren, leuchtet ein. Bei den letzten Spielen haben drei Länder die Medaillen unter sich aufgeteilt.
Grantler: Ach, verpiss dich mit dem Argument! Wie sieht's bitte beim Bob und beim Rodeln aus, hä? Da dominieren seit Jahrzehnten dieselben zwei, drei Nationen die komplette Medaillenkiste – Deutschland vorneweg, dass es zum Himmel stinkt. Aber da regt sich komischerweise kein Schwein drüber auf! Wenn „zu wenige Nationen“ wirklich das Kriterium wären, müssten die den halben Eiskanal dichtmachen. Das ist doch nur vorgeschobener Bullshit, um endlich eine unbequeme, aus der Mode gekommene Randsportart loszuwerden.
Grinser: Zurück zum Anfang: Vielleicht wird ja alles besser, wenn sich der Sport neu erfindet, mehr Nationen dazukommen …
Grantler: Lass das Schönreden sein! Die Sportart braucht den olympischen Status, um überhaupt Fördergelder für Schanzen und Trainingsstätten zu bekommen. Ohne die Ringe bricht denen über kurz oder lang die ganze Infrastruktur weg. Und das IOC, dieser abgehobene Selbstbedienungsladen, entscheidet lieber nach Klickzahlen als nach Tradition und echtem Sport. Ein Armutszeugnis erster Güte – für Armbruster, für Faißt, für jeden, der dieser Sportart sein Leben gewidmet hat.
Doppelpass der Meinungen
Grinser & Grantler greifen aktuelle Themen aus der Sportwelt auf. Während Grinser die Dinge gelassen und optimistisch sieht, hat Grantler immer etwas zu meckern. Eine Diskussion mit Augenzwinkern, die nicht allzu ernst genommen werden sollte.
Darüber stritten Grinser & Grantler zuletzt:

