Nordische Kombination
: Nathalie Armbruster aus Freudenstadt feiert ihren ersten Weltcup-Sieg

Der Bann ist gebrochen: Nathalie Armbruster (SV-SZ Kniebis) hat am Samstag in Seefeld ihren ersten Weltcup-Sieg gefeiert. Sie hat damit Geschichte geschrieben.
Von
Moritz Hagemann
Seefeld (Tirol)
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AUT, FIS Nordische Kombination Weltcup, Seefeld Triple, Compact Race, Saison 2024/2025, 01.02.2025: ARMBRUSTER Nathalie (Deutschland) jubelt im Ziel ueber ihren ersten Sieg der Karriere, AUT, FIS Nordische Kombination Weltcup, Seefeld Triple, Compact Race, Langlauf 5 km Frauen, Saison 2024/2025, 01.02.2025

Foto: Eibner-Pressefoto/Michael Memmler

Überglücklich: Nathalie Armbruster feiert in Seefeld ihren ersten Weltcup-Sieg.

Eibner/Memmler
  • Nathalie Armbruster feiert ersten Weltcup-Sieg in Seefeld.
  • Mit 37,7 Sekunden Vorsprung vor Gyda Westvold Hansen.
  • Neunmal auf Platz drei, fünfmal auf Platz zwei, jetzt erstmals auf Platz eins.
  • Armbruster profitiert von Disqualifikation der Gesamtweltcup-Führenden Ida Marie Hagen.
  • Am Sonntag steht ein weiterer Wettbewerb an.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Fünfmal lief Nathalie Armbruster schon auf den zweiten Platz, neunmal kam sie auf Position drei ins Ziel. Doch ganz oben stand die 19-Jährige in einem Weltcup-Wettbewerb noch nie. Bis Samstag. Da sprang die Freudenstädterin mit 104 Metern die Bestweite von der Schanze und ging mit einem Vorsprung von sechs Sekunden auf Gyda Westvold Hansen (Norwegen) in die Loipe.

Auf der 5-Kilometer-Strecke stellte Armbruster ihre starke Form unter Beweis und kam letztlich 37,7 Sekunden vor Hansen ins Ziel. Auf Platz drei landete die Japanerin Haruka Kasai, die 41,7 Sekunden Rückstand auf die Freudenstädterin hatte. Es war indes nicht nur Armbrusters erster Weltcup-Sieg, sondern der erste einer deutschen Kombiniererin überhaupt.

„Ich kämpfe die ganze Zeit mit den Tränen“, sagte die 19-Jährige nach ihrem Sieg im „Sportschau“-Interview. „Ich bin so glücklich und so dankbar für all die Menschen, die das möglich gemacht haben.“ Sie meinte: Ihre Familie, die vor Ort mitfieberte, ihr Team, ihre Trainer und die Techniker, „ich hatte wirklich saugeiles Material“.

"Das ist unfassbar"

Mit so einem großen Vorsprung zu gewinnen, „das ist natürlich unfassbar“, befand Armbruster, während die Tränen dann auch über ihre Wangen kullerten. Über den letzten Berg zu laufen, das habe sie nur noch genossen. „Ich bin dann nochmal hoch und hab' alles aufgesaugt.“ Der 15. Podestplatz in einem Weltcup-Rennen war dann schließlich jener ganz oben.

Armbruster profitierte beim "Individual Compact"-Bewerb am Samstag auch davon, dass die Gesamtweltcup-Führende Ida Marie Hagen disqualifiziert wurde. Die Norwegerin sprang noch weiter als die Deutsche, wurde aber nach der Materialprüfung aus dem Wettbewerb genommen. Armbruster, derzeit Zweite im Gesamtweltcup, rückt damit näher an Hagen heran. Am Sonntag (Springen ab 9.45 Uhr) steht beim Seefeld-Triple noch ein Gundersen-Wettbewerb an.