Nordische Kombination
: Athleten aus dem Nordschwarzwald vorne mit dabei

N athalie Armbruster, Svenja Würth und Manuel Faißt starten im Erzgebirge erfolgreich in die Saison.
Von
itz
Oberwiesenthal

Ganz so, wie hier im Winter in Schonach, konnte Nathalie Armbruster am Wochenende nicht jubeln. Doch Platz 2 und 4 sind ein hervorragender Anfang.

Ulmer

Ein sehr ordentlicher Auftakt in die Saison gelang Nathalie Armbruster (SV-SZ Kniebis), Svenja Würth und Manuel Faißt (beide SV Baiersbronn) am Wochenende im Erzgebirge beim FIS Sommer Grand Prix.

Der 30-jährige Faißt lief bei den deutschen Festspielen am Samstag im Einzelwettbewerb auf den 4. Platz. Nach dem Springen mit einem Satz auf 99 Kilometer noch auf Rang 7, zeigte er auf den Skirollern eine gute Leistung und lief über die zehn Kilometer eine Zeit von 28:32,8 Minuten. Damit landete Faißt 1:14 Minute hinter seinem Teamkollegen Julian Schmid, der den Auftakt der Sommerserie gewinnen konnte. Zweiter wurde in Johannes Rydzek ebenfalls ein DSV-Athlet, der Österreicher Franz-Josef Rehrl komplettierte das Podium.

Bei den Frauen deutete Nathalie Armbruster schon in der Probe an, dass ihre Form doch besser sein könnte, als sie es aufgrund einiger Rückschläge vermutet hatte. Sie habe ihre Erwartungen an den Sommer Grand Prix zurückgeschraubt, hatte sie im Vorfeld gesagt. Als es dann am Samstag galt, ging die 17-Jährige nach dem Flug auf 91 Meter als Dritte auf die fünf Kilometer lange Strecke. Dort verlor Armbruster etwas an Boden und belegte letztlich als beste Deutsche Platz 4 mit 2:24,7 Minuten Rückstand auf die norwegische Tagessiegerin Gyda Westvold Hansen, die die Konkurrenz schon auf der Schanze nach Belieben dominierte. Auf Platz 2 lief Ema Volavsek (Slowenien) vor Ida Marie Hagen (Norwegen). Svenja Würth belegte mit 3:20,9 Minuten Rückstand den 6. Platz.

Besonders der Fichtelberg am Schluss hatte der Viertplatzierten Armbruster einiges abverlangt. „Wenn man da vor Wand steht, fragt man sich: ‚Ohje, wie soll ich denn da jetzt noch hochkommen?“, hatte Armbruster dem Portal „sport.de“ gesagt. Obwohl sie das Podium um fünf Sekunden verpasste, sei sie zufrieden, so die große Nachwuchshoffnung. Zumal sie langsam angegangen sei und hintenraus noch ein paar Körner übrig hatte.

Am Sonntag stand dann mit dem Mixed-Wettbewerb eine echte Premiere rund um den Fichtelberg an, in den das deutsche Team drei Duos schickte: Manuel Faißt im Baiersbronn-Express an der Seite von Svenja Würth. Nathalie Armbruster startete mit Vortagessieger Julian Schmid vom SC Oberstdorf.

Faißt überzeugte von der Schanze und flog mit 101,5 Metern die Bestmarke des Tages. Würth landete bei 94,5 Metern. Kombiniert bedeutete das Rang 3. Schmid (100,5 Meter) und Armbruster (92 Meter) flogen zwar kürzer, waren nach Punkten aber stärker und gingen zeitgleich mit dem führenden norwegischen Duo Espen Björnstad und Westvold Hansen auf die jeweils sechs Kilometer Strecke. Faißt/Würth folgten sechs Sekunden dahinter.

In einem spannenden Rennen war es letztlich das norwegische Spitzenduo, das sich 11,4 Sekunden vor dem Team Deutschland I mit Schmid und Armbruster durchsetzen konnte. Faißt und Würth (Deutschland III) kamen mit 1:15 Minute Rückstand als 5. ins Ziel. Das Podium komplettierte Team Deutschland II mit Johannes Rydzek und Jenny Nowak, die 27 Sekunden nach dem Siegerduo einliefen.

Viel Zeit bis zum nächsten Wettkampf bleibt nicht: Schon am Dienstag steht in Oberstdorf der Probedurchlauf an, ehe am Mittwoch erneut jeweils ein Einzel folgt. Während die Frauen auch im Allgäu von der kleinen Schanze (Hillsize 106) springen und anschließend fünf Kilometer auf den Skirollern absolvieren, wird der Männer-Wettbewerb in Oberstdorf von der Großschanze (Hillsize 137) ausgetragen. Es folgt am Mittwochabend ein 10-Kilometer-Lauf. Doch das deutsche Team mit den Beteiligten aus dem Nordschwarzwald hat schon beim Auftakt in Oberwiesenthal Lust auf mehr gemacht.