Horb · Fußball-Bezirksliga
: Wer geht als Gewinner aus der englischen Woche?

Einige Mannschaften hatten schon unter der Woche, am Tag der Deutschen Einheit, schwierige Gegner im Pokal, sodass es am Spieltag wieder Überraschungen geben könnte. Alle Spiele werden am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen.
Von
Philipp Sigle
Horb

Im Achtelfinale des Bezirkspokals am Donnerstag verloren Dennis Schneider (vorne) und die SG Dornstetten im Elfmeterschießen gegen Vöhringen. Damit die englische Woche nicht vollends ohne Erfolg vorüber geht, soll am Sonntag gegen die SF Salzstetten ein Sieg her.

Ulmer

TuS Ergenzingen - Spvgg Freudenstadt. Der TuS konnte am letzten Spieltag die Niederlagen-Serie stoppen. Trainer Heiko Kieferle sieht den Sieg als Krönung der zuvor geschehen Aufarbeitung und weiß, dass der Sieg seiner Mannschaft gut tut. Am Sonntag wird der Tabellensiebte gegen den Achten spielen. Kieferle erwartet „ein Spiel auf Augenhöhe“, bei dem „die Tagesform und das Spielglück eine entscheidende Rolle spielen.“ Das Ziel sei es, eine gute Teamleistung zu erreichen. Für Freudenstadt lief der letzte Spieltag weniger gut als für den TuS. Das Team von Trainer Narcis Nahodovic verlor zum zweiten Mal in Folge - hinzu kommt die Niederlage im Bezirkspokal am Donnerstag gegen Ahldorf-Mühlen. „Vor allem das letzte Ligaspiel gegen Vollmaringen war von uns ein Griff ins Klo“, kritisiert Nahodovic. Die Fehlersuche fällt nicht allzu schwer. „Gegen Ergenzingen müssen wir so ziemlich alles besser machen“, sagt er. Auch sich schließt der selbstkritische Trainer dabei mit ein.

VfR Sulz - SV Vollmaringen. Am letzten Sonntag hatte der VfR Spielfrei. Zwar hätte Trainer Matthias Bantle nach dem Sieg gegen Dornhan lieber keine Pause gemacht, einige Spieler hätten aber das spielfreie Wochenende für Urlaub genutzt und dafür, sich zu erholen. „Wenn man spielfrei hat, musst du immer tatenlos zusehen, wie andere Mannschaften punkten“, sagt Bantle. Deshalb freue er sich nun, die Chance zu bekommen, wieder zu Punkten. Er weiß aber auch, dass mit Vollmaringen ein Gegner kommt, „der super in die Runde gestartet ist“. Für deren Trainer Michèle Klarner kann die längere Regenerationszeit der Sulzer zwar ein Vorteil für sie sein, „aber diese Liga ist so ausgeglichen, da entscheidet mehr die Tagesform als ein freies Wochenende.“

SG Dornstetten - SF Salzstetten. Für die Gäste aus Salzstetten gingen die letzten beiden Partien zwar denkbar knapp aus, einen Sieg konnten die Sportfreunde allerdings nicht erspielen. Lediglich im letzten Spiel gegen Herzogsweiler-Durrweiler nahm die Elf von Michael Müller einen Punkt mit. „Leider haben wir es wieder nicht geschafft, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Wir müssen unsere Möglichkeiten noch effektiver nutzen und defensiv kompakter stehen“, sagt Müller. Allerdings sieht er durchaus einen Aufwärtstrend bei seinem Team: „Wenn wir an die letzten beiden Spiele anknüpfen, dann ist in Dornstetten auch ein dreier drin.“ Dabei könnte es Salzstetten in die Karten spielen, dass sie erst am kommenden Dienstag ihr Pokalspiel gegen den SV Huzenbach bestreiten. Dornstetten musste hingegen bereits am Donnerstag gegen Vöhringen spielen - und verlor im Elfmeterschießen.

SG Herzogsweiler-Durrweiler - SV Gündringen. Nach sieben Spielen steht der SV auf dem zweiten Tabellenplatz. Für SG-Trainer Ümit Dagistan war das schon absehbar: „Gündringen hat eine gute Mannschaft mit einem guten Trainer. Die Ergebnisse beziehungsweise die Punkteausbeute ist absolut kein Zufall“, lobt er den nächsten Gegner und weiß: „Auf uns wird viel Arbeit zukommen, um das Spiel für uns zu entscheiden.“ Die SG Herzogsweiler-Durrweiler konnte sich nach einem mäßigen Start zuletzt fangen und Punkte sammeln. In den letzten beiden Spielen kam man sogar jeweils nach einem 0:2 Rückstand nochmal zurück. Dagistan freut sich zwar über diese „Comeback-Qualität“, betrachtet gerade das letzte Spiel aber durchaus kritisch: „Dass die Mannschaft Moral hat, hat die junge Saison schon sehr oft gezeigt. Aber mit dem Spiel gegen Salzstetten war ich absolut nicht zufrieden und das muss am Sonntag bei weitem besser werden, um punkten zu können“, so Dagistan.

SG Empfingen - SG Vöhringen. Für Vöhringens Trainer Markus Bradtke hat die Tabellenführung nicht allzu viel Bedeutung. „Wir schauen bei dieser engen Liga nur nach unten. Zum Relegationsplatz sind es sieben Punkte - und die gilt es auszubauen“, bleibt der Trainer bei seinem Ziel, zuallererst den Klassenerhalt zu sichern. Empfingen hatte gleich zu Beginn der Saison eine lange Liste an verletzten Spieler zu beklagen. Trotzdem haben sie das Beste daraus gemacht, findet auch Bradkte: „Die SG Empfingen spielt, wenn man bedenkt wer alles fehlt, eine sehr gute Runde.“ Zudem seien mit Christian Gier und Sven Wannenmacher weitere Spieler, die die SG besser machen, hinzugekommen. „Vor allem Christian macht Empfingen nochmals stärker. Da wir in Empfingen Spielen, wird es, unabhängig wo wir in der Tabelle stehen, sehr schwer.“ Auch Empfingens Trainer Philipp Wolf freut sich über die Rückkehrer, verweist aber darauf, dass sein Kader noch immer ausgedünnt ist: „Am Sonntag hatte ich fünf Spieler im Kader, die aus diversen Gründen nicht trainieren konnten, drei davon standen sogar in der Startelf.“ Wolf sieht die Rolle der SG Vöhringen übrigens ein bisschen anders als Bradtke. „Ich freue mich sehr auf dieses Spiel. Was gibt es schöneres als den Tabellenführer und einen der Meisterschaftsfavoriten zu empfangen?“, so Wolf.

SV Baiersbronn - TSF Dornhan. Beim 6:0 gegen Mitteltal-Obertal konnte die TSF-Offensive um Simon Minet und Julian Haas wieder einmal zeigen, dass sie zu den Besten der Liga gehört. Auch gegen Baiersbronn soll diese Offensive im Optimalfall wieder zuschlagen. Dem SV steht damit keine leichte Aufgabe bevor. „In erster Linie dürfen wir nicht so viele individuelle Fehler produzieren und den Gegner zu Torchancen einladen. Es gilt im Spiel gegen den Ball kompakt zu stehen, aber unser Spiel auf den Platz zu bekommen und uns eigene Möglichkeiten zu erarbeiten“, sagt SV-Trainer Marvin Lutz. Er erwarte ein sehr enges und hart umkämpftes Spiel.

SV Mitteltal-Obertal - SGM Felldorf/Bierlingen. „Wir machen einfach zu viele Fehler, es läuft überall nicht. Und das Selbstvertrauen fehlt daher auch“, fällt die ernüchternde Diagnose des SV-Trainers Markus Neuchel aus. Mitteltal-Obertal steht auf dem letzten Tabellenplatz und mit Felldorf/Bierlingen kommt nun der nächste starke Gegner. Dennoch bleibt Neuchel optimistisch: „Wir setzen auf den Heimvorteil - und irgendwann müssen wir mal Punkte einfahren, damit wir nicht komplett den Anschluss verlieren.“ Den Heimvorteil sieht auch SGM-Co-Spielertrainer Lukas Baur: „Ihr heimischer Kunstrasen wird ihnen sicherlich einige Vorteile bringen. Wir müssen schauen, dass wir von Anfang an Druck erzeugen und sie nicht ins Spiel kommen lassen.“ Die Tabellensituation birgt für ihn eher eine Gefahr als einen Vorteil. „Wir lassen leider zu oft Punkte gegen Mannschaften aus dem hinteren Drittel liegen“, so Baur.

SV Wachendorf - SG Ahldorf-Mühlen. Auch in diesem Spiel zeichnet sich tabellarisch eine Partei auf Augenhöhe ab. Der Zwölfte spielt gegen den Dreizehnten und beide Teams wollen es besser machen als am letzten Spieltag. Mit einem Sieg könnte Ahldorf-Mühlen an den Wachendorfern vorbei ziehen. Umgekehrt wollen diese aber die SG auf Abstand halten und sich weiter von der Abstiegszone entfernen.

Milos’ Tipps:

Ergenzingen – Freudenstadt 2:2

Sulz – Vollmaringen 3:1

Dornstetten – Salzstetten 1:2

Herzogsweiler-Durr. – Gündringen 1:2

Empfingen – Vöhringen 4:4

Baiersbronn – Dornhan 0:3

Mitteltal-Obertal – Felldorf/Bierl. 1:0

Wachendorf – Ahldorf-Mühlen 2:2