„Das ist eine echt linke Tour“: Frauen-Handball: Dornstetten/Alpirsbach trennt sich von Trainer Jürgen Bartosch

Ist nach seiner Entlassung frustriert und enttäuscht: Ex-SG-Trainer Jürgen Bartosch.
UlmerAnstatt wieder, um die Meisterschaft mitzuspielen, spielte die SG oft nur mittelmäßig gut und zeigte vor allem in konditioneller Hinsicht immer wieder deutlich erkennbare Mängel auf. Erst in den vergangenen Wochen war eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen, womit dann auch das kritische Umfeld in Dornstetten wieder in Stimmung kam.
Anfang vergangener Woche hat Jürgen Bartosch dem Verein aber mitgeteilt, dass er nach dieser Saison in Dornstetten wieder aufhören werde. „Die Fahrerei von Trichtingen nach Dornstetten war mir einfach zu viel“, sagte Bartosch im Gespräch mit unserer Zeitung. Er wollte aber rechtzeitig Bescheid geben, damit der Verein sich auf die Situation einstellen und entsprechend reagieren könne.
Was dann aber folgte, das war, so Bartosch, „ganz, ganz schlechter Stil“. Ex-Coach Jürgen Kloutschek, dessen Engagement bei seinem neuen Verein SG Muggensturm/Kuppenheim frühzeitig endete, habe den Dornstettern bereits eine Zusage für die nächste Saison gegeben. Wie Jürgen Bartosch erfahren hat, sei diese Zusage aber nur für den Fall gegeben worden, dass er sofort und nicht erst zur neuen Saison bei der SG Dornstetten/Alpirsbach anfangen könne.
„Das ist eine echt linke Tour“, sagte Jürgen Bartosch. Er könne zwar mit dem Abschied aus Dornstetten ganz gut leben, nicht aber mit den Begleitumständen der Trennung. „Ich bin stinksauer. Vor allem über den Jürgen Kloutschek, mit dem ich Anfang der Woche, sogar noch telefoniert habe. Unter Trainerkollegen macht man so etwas einfach nicht“, leerte sich Bartosch den Kropf und fügte an: „Aber wie sagt man doch so schön: Wo Menschen agieren, gibt es auch Intrigen.“
Angesichts der Begleitumstände konnte sich Bartosch auch gar nicht so recht über den deutlichen Sieg gegen Freiburg II freuen. Er und Teile der Mannschaft (einige davon sind auch im Vereinsausschuss tätig) wussten nämlich bereits vor dem Spiel, dass danach Schluss mit der Zusammenarbeit wäre. Dass Freiburg II fast eine Viertelstunde brauchte, um das erste Tor zu erzielen und Dornstetten/Alpirsbach bis dahin 11:0 führte, interessierte hinterher fast so wenig, wie das deutliche Endresultat.