Skispringen in Szczyrk
: Vom Winde verweht – Weltcup wird abgebrochen

Die Weltcup-Premiere der Skispringer im polnischen Szczyrk wurde abgebrochen. Die Jury brach den Wettkampf wegen der irregulären Bedingungen ab.
Von
Florian Huth
Szczyrk
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Am 16. und 17. Januar 2024 fand der Skisprung-Weltcup in Szczyrk statt. Leider windbedingt ohne Endergebnis.

Czarek Sokolowski/dpa

Die Skisprung-Weltcup-Saison 2023/24 ging am 16.und 17. Januar 2024 mit dem Weltcup in Szczyrk in Polen weiter - eigentlich. Der sechste Weltcup der Herren in der aktuellen Saison wurde abgebrochen. Die Jury brach den Wettkampf wegen der irregulären Bedingungen in den Karpaten nach 40 der 50 Teilnehmer ab. Mehr als 100 Minuten lang war es immer wieder zu Unterbrechungen gekommen, dann folgte die Absage.

40 von 50 Springern in Szczyrk unten - dann der Abbruch

„Es war heute extrem schwierig. Das ist schade, denn wir hatten schon 40 Springer unten. Aber die Prognosen wurden immer schlechter“, sagte FIS-Renndirektor Sandro Pertile in der ARD, Bundestrainer Stefan Horngacher nannte die Verhältnisse „sehr turbulent und schwierig zu springen“. Trotz des Ruhetags am Donnerstag wird der Wettkampf nicht nachgeholt.

Vorausgegangen war ein zähes Ringen mit vielen Schrecksekunden. Gleich zu Beginn des Wettkampfs wurde Andrea Campregher von einer Böe getragen und segelte auf 108,5 m - deutlich über Schanzenrekord. Der Italiener kam zu Fall, blieb aber unverletzt. Die Jury steuerte den Wettkampf fortan mit äußerster Vorsicht.

Kubacki bei Abbruch vorne

Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag Lokalmatador Dawid Kubacki in Führung, Stephan Leyhe war als Vierter ebenfalls gut im Rennen. Drei DSV-Adler, darunter auch Andreas Wellinger, waren noch nicht geflogen. „Ich musste fast 20 Minuten warten. Ich habe versucht zu tanzen, damit ich nicht erfrieren - man hat die Musik von unten oben gut gehört“, sagte Philipp Raimund.

Szczyrk bleibt im Skispringen vom Pech verfolgt

Szczyrk bleibt damit vom Pech verfolgt, auch im dritten Versuch fiel die Weltcup-Premiere ins Wasser. 2011/12 war das Frauen-Springen aus organisatorischen Gründen abgesagt worden, 2015/16 wurde Szczyrk aus dem vorläufigen Kalender der Männer wieder gestrichen und durch einen zusätzlichen Wettkampf in Wisla ersetzt.

Wellinger bei Qualifikation in Topform

Andreas Wellinger präsentiert sich auf der PolSKI-Tour weiter in Topform. Auf den Tag genau zehn Jahre nach seinem ersten Weltcupsieg flog der 28-Jährige in der Qualifikation im polnischen Szczyrk am Dienstagabend auf den dritten Rang. Mit seinem Flug auf 100,5 m weckte Wellinger zwei Tage nach seinem dritten Platz in Wisla Hoffnungen für den Wettkampf am Mittwoch (17.30 Uhr/ARD und Eurosport). Nur Vierschanzentournee-Sieger Ryoyu Kobayashi (Japan), der die Qualifikation mit identischer Weite gewann, und Anze Lanisek (Slowakei/99,5 m) waren nach Punkten besser.

Auch die übrigen DSV-Adler schafften den Sprung unter die besten 50, darunter auch Karl Geiger (Oberstdorf). Zweitbester Deutscher nach Wellinger war aber Stephan Leyhe (Willingen) als überraschender Fünfter mit starken 99,5 m.

Die Skisprung-Schanze in Szczyrk im Überblick

Alle wichtigen Daten und Fakten zur Skisprung-Schanze in Szczyrk in der Übersicht:

Standort: Szczyrk

Name: Skalite

Baujahr: 1937

Hill-size: 104.0

K-Punkt: 95.0

Weltcup Schanzenrekord: 107,0 m - Klemens Muranka am 17.01.2010

Höhe Schanzentisch: -

Neigung Schanzentisch: 11.0°

Neigungswinkel Aufsprunghang: 34,0°

Weltcup im Skispringen 2023/24: Weitere Infos zur Saison

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