Medaillenspiegel Schwimm-WM 2023: Deutschland knapp hinter Japan! Der aktuelle Stand nach 55 von 75 Wettbewerben

Deutschlands große Schwimm-Hoffnung Florian Wellbrock aus Deutschland mit der Goldmedaille.
Oliver Weiken/dpaAktuell findet in Fukuoka auf der japanischen Insel Kyushu die Schwimm-Weltmeisterschaft 2023 statt. Nur ein knappes halbes Jahr vor den Olympischen Spielen in Paris ist das Turnier in Japan eine „wichtige Standortbestimmung“, so DLV-Leistungssportdirektor Christian Hansmann, „so wird die Weltspitze vor Olympia nicht noch einmal zusammenkommen.“
Wie die Athleten für ihre Nationen abgeschnitten haben und wie der aktuelle Medaillenspiegel aussieht, erfahrt ihr hier.
Schwimm-WM 2023: Der Medaillenspiegel nach 55 von 75 Wettbewerben
Bei der Schwimm-WM werden in sechs Disziplinen an 17 Wettkampftagen Medaillen vergeben. Das ist der Stand nach 55 von 75 Wettbewerben (Gold, Silber, Bronze, Gesamt):
1. China 19 5 9 33
2. Australien 11 6 1 18
3. Japan 4 1 5 10
4. Deutschland 4 0 3 7
5. USA 3 12 12 27
6. Spanien 3 1 3 7
7. Frankreich 3 0 4 7
8. Italien 2 7 3 12
9. Großbritannien 1 5 3 9
10. Kanada 1 2 4 7
11. Österreich 1 2 0 3
12. Rumänien 1 1 0 2
12. Tunesien 1 1 0 2
14. Litauen 1 0 0 1
15. Mexiko 0 5 2 7
16. Ungarn 0 2 0 2
16. Niederlande 0 2 0 2
18. Ukraine 0 1 1 2
19. Kolumbien 0 1 0 1
19. Polen 0 1 0 1
19. Portugal 0 1 0 1
19. Südafrika 0 1 0 1
23. Brasilien 0 0 1 1
23. Kasachstan 0 0 1 1
23. Neuseeland 0 0 1 1
23. Südkorea 0 0 1 1
Fitter nach Vorlauf-Aus? Wellbrock-Coach sieht „kleinen Vorteil“
Bei allem Ärger über die verpasste Medaillenchance kann Langstrecken-Bundestrainer Bernd Berkhahn dem Vorlauf-Aus von Freistilschwimmer Florian Wellbrock über 800 Meter auch etwas Positives abgewinnen. „Das Finale über 800 Meter stecken die Jungs auch nicht einfach so weg. Da hat Florian einen kleinen Vorteil“, sagte der 52-Jährige am Donnerstag mit Blick auf Wellbrocks Konkurrenten im letzten WM-Wettkampf in Japan über 1500 Meter. Auf der längsten Beckendistanz hat Wellbrock fast dieselben Hauptgegner wie über 800 Meter. Über 1500 Meter war in diesem Jahr noch niemand schneller als Wellbrock.
Ergebnisse aktuell: Deutsche Freistil-Staffel scheidet im Vorlauf aus
Die 4x200 Meter Freistil Staffel der Frauen hat das Finale bei den Schwimm-Weltmeisterschaften im japanischen Fukuoka deutlich verfehlt. Isabel Gose, Leonie Kullmann, Nele Schulze und Nina Holt belegten am Donnerstag in 8:00,48 Minuten den 13. Platz der Vorläufe. Damit findet die Abendsession (Ortszeit) in der Marine Messe (ab 13 Uhr MESZ) ohne deutsche Beteiligung statt. Die schnellste Staffel kam aus den USA. Die Amerikanerinnen gewannen die Vorläufe vor Australien und Großbritannien.
Schwimm-WM: Freiwasserstaffel verpasst historisches fünftes Gold
Ohne Olympiasieger Florian Wellbrock haben die deutschen Freiwasserschwimmer bei der WM in Fukuoka eine historische Bestmarke verpasst. Die Staffel mit Doppel-Weltmeisterin Leonie Beck, dem WM-Dritten Oliver Klemet, Lea Boy und Rob Muffels musste sich als Titelverteidiger im letzten Wettbewerb im Momochi Seaside Park mit dem vierten Platz zufrieden geben. Nach den Doppel-Triumphen von Wellbrock und Beck hätten die Athleten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) bei einem weiteren Sieg als erste Nation alle Freiwassertitel bei einer WM abgeräumt.
Das DSV-Team schlug nach 4x1,5 km hinter Italien, Ungarn und Australien an. Olympiasieger Wellbrock hatte wegen seiner Beckenrennen über 800 und 1500 m Freistil in der nächsten Woche auf einen Start verzichtet. Der DSV schloss die Wettbewerbe im Meer vor Fukuoka mit viermal Gold und einmal Bronze ab.
Auch Olympiasieger Wellbrock gewinnt zweites WM-Gold
Zwei Stunden nach Leonie Beck hat auch Freiwasser-Olympiasieger Florian Wellbrock bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Fukuoka seine zweite Goldmedaille gewonnen. Der 25-Jährige aus Magdeburg schlug im Momochi Seaside Park nach 5 km wieder als Erster an, nachdem er bereits am Sonntag über die doppelte Distanz triumphiert und sein Olympiaticket für Paris 2024 gebucht hatte.
Mit seinem insgesamt sechsten WM-Titel bescherte Wellbrock dem deutschen Team in Japan im vierten Rennen bereits die fünfte Medaille. Damit gingen alle vier Einzelrennen an die Athleten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV). Der Frankfurter Oliver Klemet, über 10 km Dritter, kam als Vierter ins Ziel.
Das sind die Sportarten bei der WM
Wie schon im vergangenen Jahr bei den Titelkämpfen in Budapest will Wellbrock im Becken und beim Freiwasserschwimmen glänzen. Medaillen werden zudem im Wasserspringen, Wasserball, Synchronschwimmen und beim sogenannten High Diving vergeben. Bei der spektakulären Sportart springen die Athleten aus 27 Metern Höhe in einen Pool. Die Frauen springen aus 20 Metern Höhe.
Wie stehen die deutschen Chancen bei der Schwimm-WM?
Olympiasieger Wellbrock geht als großer deutscher Hoffnungsträger an den Start. Bei der vergangenen WM gewann der heute 25-Jährige gleich fünfmal Edelmetall. Neben Wellbrock können sich auch dessen Magdeburger Teamkollegen Lukas Märtens und Gose Chancen auf Podestplätze im Becken ausrechnen. Brustschwimmerin Anna Elendt, die im vergangenen Sommer Vizeweltmeisterin über 100 Meter wurde, ist ebenfalls eine Medaillenkandidatin. Im Freiwasser gehört Leonie Beck zu den Edelmetallfavoritinnen.
Beim Wasserspringen machte die deutsche Mannschaft vom neuen Bundestrainer Christoph Bohm zuletzt mit Siegen und weiteren Medaillen bei den Europameisterschaften auf sich aufmerksam. Das ein oder andere Edelmetall ist drin. Im Synchronschwimmen zählt das Team des Deutschen Schwimm-Verbands nicht zu den Podiumsanwärtern. Die deutschen Wasserballerinnen und Wasserballer sind nicht dabei.

