Olympia 2026: Göppinger Skispringer Philipp Raimund holt überraschend Olympia-Gold

Philipp Raimund gewinnt Skisprung-Gold.
Matthias Schrader/AP/dpa- Olympia 2026: Philipp Raimund gewinnt überraschend Skisprung-Gold.
- Ort: Predazzo; Normalschanze mit 102 m und 106,5 m.
- Silber: Kacper Tomasiak (Polen); Bronze: Ren Nikaido (Japan).
- Gregor Deschwanden (Schweiz) punktgleich mit Nikaido.
- Felix Hoffmann ist zweitbester Deutscher.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Skispringer Philipp Raimund hat das Wunder von Predazzo geschafft und sensationell Olympia-Gold im Wettkampf auf der Normalschanze geholt. Der 25-jährige gebürtige Göppinger, der ohne Weltcupsieg in seiner Karriere nach Val di Fiemme gereist war, setzte sich an einem denkwürdigen Abend vor dem Polen Kacper Tomasiak sowie dem Japaner Ren Nikaido und dem Schweizer Gregor Deschwanden durch, die beide Bronze holten.
„Jetzt bin ich einfach Olympiasieger“, sagte Raimund strahlend am ARD-Mikrofon und ergänzte mit Blick auf die anstehende Medaillenübergabe: „Das Date habe ich gerne.“
Mit Flügen auf 102,0 und 106,5 m wurde Raimund fast auf den Tag genau acht Jahre nach dem Triumph von Andreas Wellinger in Pyeongchang zum fünften deutschen Olympiasieger im Skispringen. Zuvor hatten die DDR-Springer Helmut Recknagel (1960), Hans-Georg Aschenbach (1976) und Jens Weißflog (1984 und 1994) gesiegt. Bei den Frauen hatte Carina Vogt aus Schwäbisch Gmünd 2014 in Sotschi triumphiert – und die historisch erste Gold-Medaille bei den Skispringerinnen geholt.
Was die Olympiasieger Vogt und Raimund eint? Beide haben ihre Karriere beim SC Degenfeld im Ostalbkreis begonnen, wobei „Hille“ – wie Philipp Raimund von Freunden und Familie genannt wird – schon lange im Allgäu lebt. Er startet für den SC Oberstdorf.
Nervenstark auf der Schanze
Nach einem packenden Wettkampf bei schwierigen Bedingungen lag der nervenstarke Raimund, der schon nach dem ersten Durchgang geführt hatte, letztlich mit 274,1 Punkten umgerechnet knapp zwei Meter vor Tomasiak. Für die deutschen Skispringer war es nach einer bis dahin holprigen und sieglosen Saison ein kaum für möglich gehaltener Triumph.
Die anderen DSV-Athleten, Felix Hoffmann, Andreas Wellinger und Pius Paschke, konnten am Montagabend nicht in den Kampf um Edelmetall eingreifen. Zweitbester DSV-Adler war Hoffmann auf Platz 13, Pius Paschke landete auf dem 17. Rang. Wellinger, der am 10. Februar 2018 in einer eiskalten südkoreanischen Nacht zu Normalschanzen-Gold geflogen war, musste sich mit dem 23. Platz begnügen.
Gleich am Dienstag (18.45 Uhr/ZDF und Eurosport) hat Raimund mit dem deutschen Mixed-Team die nächste Medaillenchance.
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