Olympia 2026: Preuß, Dürr, Schmid, Lochner – Diese Stars verlassen die olympische Bühne

Biathletin Franziska Preuß kündigte ihr Karriereende bereits vor den Spielen an.
FRANCOIS-XAVIER MARIT/AFP- Nach Olympia 2026 verlassen mehrere deutsche Wintersport-Stars die Bühne.
- Franziska Preuß beendet ihre Biathlon-Karriere nach dieser Saison.
- Lena Dürr und Linus Straßer treten bei Olympia nicht mehr an.
- Lochner, Grotheer, Schmid, Wendl/Arlt, Hennig Dotzler, Rydzek, Jungk mit Abschieden.
- Team D verliert viele Medaillengewinner – Nachwuchs wird dringend gebraucht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenn an diesem Samstag (ab 14.15 Uhr) alle Biathletinnen die Ziellinie in Antholz überquert haben, enden nicht nur die olympischen Wettbewerbe dieser Disziplin bei den Winterspielen von Mailand und Cortina d’Ampezzo. Der Massenstart ist auch ein olympisches Finale – von Franziska Preuß.
Die Biathletin wird – direkt nach Olympia oder spätestens nach dieser Saison – ihre Karriere beenden. „Nach dieser Saison ist definitiv Schluss bei mir“, sagte die 31-Jährige schon vor den Spielen in Italien. Und ist damit nicht die Einzige aus dem Team Deutschland.
Am Ende dieses Winters verabschieden sich einige deutsche Stars des Wintersports aus ihren aktive Karrieren. Andere haben bereits angekündigt, zumindest keine weiteren Olympischen Spiele mehr zu bestreiten. Gemessen an den Erfolgen dieser Sportlerinnen und Sportler droht dem Team D ein riesiger Aderlass. Ein Überblick über die Athletinnen und Athleten, die bei den Winterspielen 2030 nicht mehr dabei sein werden – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Franziska Preuß Die Biathletin, die in Ruhpolding lebt, hat an vier Olympischen Spielen teilgenommen und dabei zwei Bronzemedaillen geholt. Dazu sammelte die 31-Jährige elf WM-Medaillen, darunter zwei goldene.
Dajana Eitberger Drei olympische Medaillen holte die Rodlerin in den vergangenen Jahren. 2018 war es Silber im Einsitzer. Nun holte die 35-Jährige ebenfalls Silber im Doppelsitzer. Mit Gold in der Teamstaffel krönte sie in Cortina ihre Karriere.
Johannes Lochner Der Bobpilot lieferte sich in den vergangenen Jahren packende Duelle mit Francesco Friedrich. In Pyeongchang 2018 und in Peking 2022 war der Sachse noch besser als der Bayer. Lochner (35) holte zwei Silbermedaillen. In Cortina fuhr er zu Gold im Zweier und hat noch eine weitere Chance im Vierer.

Bobpilot Johannes Lochner hat vor seinem Rücktritt noch eine Medaillenchance im Vierer.
Robert Michael/dpaChristopher Grotheer 2022 holte der Skeletonfahrer etwas überraschend Gold in Peking. Nun legte er in Cortina nach und sammelte zwei Bronzemedaillen im Einzel und im Team. Mit 33 Jahren verkündete er in Italien sein Karriereende.
Katharina Schmid Der Skispringerin war kein schönes Olympiafinale vergönnt, in Cortina lief es nicht, wie erhofft – obwohl sie als Fahnenträgerin das deutsche Team anführte. In Pyeongchang und in Peking gewann die 29-Jährige aber jeweils eine Silbermedaille.
Tobias Wendl/Tobias Arlt Die Rodel-Legenden vom Königsee sitzen zwar weiter auf dem Schlitten, aber nicht mehr bis 2030. Seit Sotschi haben die Doppelsitzer siebenmal Gold und einmal Bronze gesammelt.
Katharina Hennig Dotzler Die Langläuferin hat vor vier Jahren in Peking einmal Gold und einmal Silber gewonnen. In Val di Fiemme ging die 29-Jährige bislang leer aus.
Johannes Rydzek Seine fünften Olympischen Spiele werden die letzten sein. Der Nordische Kombinierer, inzwischen 34 Jahre alt, hat 2018 zweimal Gold gewonnen, davor schon je einmal Silber und Bronze.
Axel Jungk Der Skeletoni hält es für höchst unwahrscheinlich, dass er 2030 noch dabei ist. Zunächst schaut er „von Jahr zu Jahr“. Zweimal Silber hat er in Cortina gewonnen, einmal in Peking.
Lena Dürr Die Skirennläuferin war eine der tragischen Figuren in Cortina – im Slalom fädelte sie mit besten Medaillenchancen schon am ersten Tor ein. Danach war für die 34-Jährige klar: Olympia wird sie nicht noch einmal erleben. Vor vier Jahren gewann sie mit dem Team Silber.
Linus Straßer Der Slalom-Spezialist war in Bormio ziemlich frustriert, hat mit Olympia abgeschlossen. In Peking hatte der 33-Jährige Team-Silber gewonnen.
Mit Blick auf die aktuelle Medaillenbilanz ist damit klar: Der deutsche Sport muss dringend Talente entwickeln, um Nachfolgerinnen und Nachfolger für diese Wintersportstars zu haben. Am besten schon 2030.


