Olympia 2026
: Gesperrte Biathletin Rebecca Passler darf doch starten

In Antholz ist die Freude groß: Die einheimische Rebecca Passler darf bei den Olympischen Spielen an den Start gehen.
Von
Werner Gallbronner
Antholz
Jetzt in der App anhören
Rebecca Passler und Dorothea Wierer

Rebecca Passler übergibt in Ruhpolding in der Staffel an Dorothea Wierer. Jetzt kann sie auch bei den Spielen ran, voraussichtlich in der Staffel.

Sven Hoppe/dpa
  • Nadab-Berufungsgericht hebt Passlers Suspendierung nach Letrozol-Befund auf.
  • Die 24-Jährige stößt am Montag wieder zum Team, meldet der Verband Fisi.
  • Einsatz im Sprint und in der Verfolgung entfällt; Fokus liegt auf der Staffel.
  • Passler zeigt sich erleichtert und dankt Anwälten, Verband, Familie und Freunden.
  • Südtiroler Medien: sehr geringe Menge, wohl versehentliche Einnahme; Begründung fehlt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Nationale Berufungsgericht der Nationalen Anti-Doping-Agentur Italiens (Nadab) hat der Berufung der Biathletin, die aus Antholz stammt, stattgegeben. Die vorläufige Suspendierung wegen eines positiven Letrozol-Befunds bei einer Kontrolle vom 26. Januar ist aufgehoben. Die 24-Jährige wird am Montag wieder zur Mannschaft stoßen, wie der italienische Ski-Verband (Fisi) mitteilte.

Sie wird demnach im anstehenden Sprint und der Verfolgung nicht zum Einsatz kommen, sondern soll sich auf die Staffel konzentrieren. „Der Verband begrüßt das Ergebnis der Berufung, das Rebecca die Rückkehr ins Team ermöglicht“, kommentiert Flavio Roda, Präsident der Fisi. Vor allem die Sportlerin selbst ist erleichtert. „Es waren sehr schwierige Tage“, wird Passler in einer Verbandsmitteilung zitiert. „Ich danke allen, die mir geholfen haben, von den Anwälten, die sich um meine Situation gekümmert haben, über den italienischen Wintersportverband bis hin zu meiner Familie und meinen Freunden. Jetzt kann ich mich endlich wieder zu 100 Prozent auf den Biathlon konzentrieren.“

Im ersten Anlauf hatten die Anwälte die junge Frau offenbar nicht gut beraten, denn sie hatten sich an das Ad-hoc-Gericht des Internationalen Sportgerichtshofs Cas gewandt, der sich aber für nicht zuständig erklärt hatte. Nun ging es den Weg über die italienischen Instanzen und erreichte gleich einen Freispruch vom Dopingvorwurf. Eine genauere Begründung gibt es bislang noch nicht. Allerdings wird in den Südtiroler Medien vermutet, dass die gefundene Menge der Substanz sehr gering war und Passler glaubhaft vermitteln konnte, dass sie Spuren des Medikaments, das gegen Brustkrebs eingesetzt wird, versehentlich zu sich genommen hat.