Nordische Ski-WM
: Springerinnen nicht stark genug

Die deutschen Frauen können mit der absoluten Weltspitze nicht mithalten. Polizei warnt Fans.
Von
dpa, uwe
Oberstdorf
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Nichts zu erben gab es für Katharina Althaus und Co.⇥

dpa

In Seefeld feierten die deutschen Skispringerinnen noch ausgelassen WM-Gold. Zwei Jahre später konnten sie mit der Konkurrenz nicht mithalten. Im Teamspringen belegten Katharina Althaus, Juliane Seyfarth, Anna Rupprecht und Luisa Görlich in Oberstdorf den fünften Platz. Der Rückstand des Titelverteidigers auf die Podestränge war dabei enorm. Gold holte Österreich vor Slowenien und Norwegen.

„Es ist schade, dass es nicht für eine Medaille reicht“, sagte Anna Rupprecht, die mit ihrer eigenen Leistung ganz zufrieden war und auch mit einer Nominierung für das Mixed-Team am Sonntag rechnet. „Ich glaube, die Juliane oder die Luisa werden nicht gut genug sein“, sagte die 24-Jährige selbstbewusst.

Ohnehin nur Außenseiter

Trotz der Goldmedaille beim Premierenevent vor zwei Jahren in Seefeld und des Heimvorteils auf der von vielen Trainings bestens bekannten Schanze, waren die Deutschen nur mit Außenseiterchancen auf eine Medaille gestartet. Schon beim WM-Auftakt im Einzelspringen am Vortag waren die besten Österreicherinnen, Sloweninnen und Norwegerinnen deutlich stärker gewesen.

Am Freitag zeigte Leistungsträgerin Katharina Althaus zwar solide Sprünge auf 94 und 94,5 Meter. Um die Top-Athletinnen um Marita Kramer aus Österreich oder die Slowenin Nika Kriznar zu gefährden, reichte das aber nicht. Beide sind nicht nur selbst stark, sondern springen auch in deutlich ausgeglichener besetzen Mannschaften. „Die drei Großen vorne sind in der Breite und in der Qualität sehr gut aufgestellt. Da schwächelt im Moment keiner“, sagte Bundestrainer Andreas Bauer.

Carina Vogt muss zuschauen

Auch im Weltcup war es in diesem Winter für sein verletzungsgebeuteltes Team nicht gelaufen. Die langjährige Medaillengarantin Carina Vogt (SC Degenfeld) hatte nach ihren schweren Knieverletzungen nicht mehr rechtzeitig zurückgefunden. Im Einzel war sie auf Rang 30 gelandet und deshalb im Einzel gar nicht fürs Team nominiert worden. Sie unterstützte das Team als Zuschauerin an der Schanze.

Auf der Sprunganlage hoch über dem Dorf geht es am Wochenende weiter. An diesem Samstag sind die Männer auf der Normalschanze dran (16.30 Uhr/ARD und Eurosport). Am Sonntag im Mixed-Wettbewerb (17 Uhr/ARD und Eurosport) ist das Team des Deutschen Skiverbands Titelverteidiger.

Polizei warnt die Fans

Probleme gab es am Freitag mit Fans, die trotz des Zuschauerverbots angereist waren, um einen Blick auf die Wettkämpfe zu erhaschen. Für die Zeit der Weltmeisterschaften hat der Landkreis Oberallgäu für große Teilen der Innenstadt, die Parkplätze an der Audi-Arena und am Langlaufstadion ein Alkoholverbot erlassen. Außerdem gilt von 6 bis 22 Uhr Maskenpflicht.

Die Einhaltung der aktuell geltenden Corona-Regeln werde in Oberstdorf und auch im Umland in den kommenden zwei Wochen verstärkt kontrolliert, ließ das zuständige Polizeipräsidium Schwaben/Südwest wissen. Zudem werde von Reisen in den Großraum Oberstdorf grundsätzlich abgeraten.