Der einzige Heimwettkampf der Schwäbisch Haller Schachdamen in dieser Saison steht an diesem Wochenende an. Gespielt wird zum ersten Mal im Foyer der Bausparkasse in der Crailsheimer Straße. Außerdem werden die Partien wie bei allen Heimspielen live im Internet übertragen.

Am Samstag ab 14 Uhr treffen die Haller auf den SV Hofheim, am Sonntag ab 9 Uhr geht es im Spitzenspiel der Runde gegen den Tabellendritten aus Bad Königshofen. Erklärtes Ziel sind zwei Siege, um das Rennen um die Meisterschaft bis zum Schluss offenzuhalten, auch wenn der Punktestand und das Restprogramm aktuell für den Überraschungs-Tabellenführer Hamburger SK sprechen.

Der SV Hofheim hat bisher zwei Saisonsiege auf dem Konto und braucht im Abstiegskampf, der diese Saison besonders eng ist, jeden Punkt. Die Finanzierung der Bundesligasaison sicherten die Hessen im vergangenen Sommer über eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne, bei der für die Damen- und Herrenmannschaft gemeinsam mehr als 15.000 Euro zusammenkamen. In beiden Spielen gegen Schwäbisch Hall und Deizisau ist die Mannschaft aus dem Taunus aber klarer Außenseiter, auch wenn man zu Saisonbeginn um Haaresbreite an einer Sensation vorbeischrammte, als man kurz vor einem Sieg gegen den allerdings ersatzgeschwächten deutschen Meister aus Baden-Baden stand, am Ende aber noch knapp verlor. Die Haller Schachdamen sind also durchaus gewarnt.

Gunina ist nicht dabei

Dagegen ist Bad Königshofen noch ungeschlagen und steht punktgleich mit dem SK Schwäbisch Hall in der Tabelle auf Platz 3. Gegen Hamburg und Baden-Baden spielte man jeweils 3:3-Unentschieden. In den letzten Jahren konnte Schwäbisch Hall immer gegen die Bayern gewinnen, aber es war auch immer knapp. Gleich acht Spielerinnen des Meisters von 2014 stammen aus Russland, dazu kommt unter anderem die amtierende deutsche Meisterin Jana Schneider. Auf ihre Topspielerin Valentina Gunina, aktuell auf Platz 12 der Weltrangliste, muss Bad Königshofen verzichten, sie spielt beim ausgezeichnet besetzten Frauenturnier in St. Louis in den USA, wie unter anderem auch die deutsche Nummer 1 Elisabeth Pähtz, um einen Preisfonds von 150.000 Dollar.

Ausrutscher unwahrscheinlich

Mit einem Sieg gegen Bad Königshofen können die Hallerinnen das Meisterschaftsrennen bis zum Schluss offenhalten, wenn es am Faschingswochenende bei der zentralen Endrunde in Berlin gegen Deizisau, Karlsruhe und den deutschen Meister aus Baden-Baden geht. Gleichzeitig schaut man nach Hamburg und hofft auf einen Ausrutscher des Tabellenführers, auch wenn das dieses Wochenende unwahrscheinlich ist, trifft der HSK doch mit Pankow und Lehrte auf zwei Mannschaften aus dem hinteren Tabellendrittel.

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Info SK Schwäbisch Hall – SV Hofheim, Samstag, 14 Uhr

SK Schwäbisch Hall – SC Bad Königshofen, Sonntag, 9 Uhr, jeweils im Foyer der Bausparkasse