Sabrina Mockenhaupt hat bereits fünfmal (2008, 2014, 2015, 2017, 2018) in Schwäbisch Hall gewonnen. Die 38-jährige vielfache deutsche Meisterin hat den Dreikönigslauf lieb gewonnen. „Der Ort ist toll, die Stimmung sowieso. Alles ist so gemütlich“, berichtet sie gut gelaunt. Gestern kehrte sie aus dem Skiurlaub aus Ischgl zurück nach Metzingen, wo sie nun schon seit mehreren Jahren wohnt.

„Ich habe noch nie zuvor Skiurlaub gemacht“, erzählt Mockenhaupt. Es ist ein Zeichen dafür, dass sich im Leben der gebürtigen Siegenerin einiges verändert. „Ich werde weiterhin laufen, weil ich es liebe. Aber ich werde nicht mehr an meine Grenzen gehen.“ Statt bis zu 240 Kilometer in der Woche wird sie nur noch ungefähr 60 Laufkilometer in der Woche unterwegs sein. „Ich trete nicht zurück“, betont sie, aber die Prioritäten werden sich verschieben.

Der Ehrgeiz ist aber nach wie vor da. Nach ihrer Rückkehr aus Ischgl absolvierte sie eine Tempoeinheit. „Die jüngeren Läuferinnen scharren ja schon mit den Hufen und wollen mich schlagen. Das wird auch irgendwann passieren.“ Kampflos gibt das 1,56 Meter große Energiebündel den vordersten Platz aber noch nicht her.

„AOK-Buckel tut weh“

Der Kurs in der Kocherstadt gefällt ihr. „Er ist abwechslungsreich und unberechenbar. Das zweite Mal den AOK-Buckel hoch tut richtig weh.“

Das bestätigt der Vierfachsieger Florian Röser, der mit einem weiteren Erfolg Geschichte schreiben kann. Noch nie hat ein Läufer fünfmal in Folge beim Dreikönigslauf triumphiert. Eigentlich sei die Strecke gar nicht nach seinem Geschmack. „Ich mag es lieber rhythmischer“, bekennt er, „aber mein Trainer meint, ich müsse auch an meinen Schwächen arbeiten“, schiebt er mit einem Schmunzeln hinterher.

Der Läufer des TV Konstanz hat die Vorbereitung auf die Saison wegen einer Erkältung mit zwei Wochen Verspätung aufgenommen. „Aber das ist nicht so schlimm. Es tat ganz gut, mal eine längere Pause zu haben.“

Röser studiert in Konstanz zweisprachig „economics“, also Wirtschaft, und hat zudem einen 30-Prozent-Job bei einer Firma in der Schweiz. Sein sportliches Ziel ist es, seine 5000-Meter-Zeit unter 14 Minuten zu drücken. Seine Bestzeit steht momentan bei 14:19 Minuten.

Beim Silvesterlauf in Bietigheim belegte er Rang 8, was er als „ordentlich“ einstuft. Dass er in Schwäbisch Hall diesmal Konkurrenz hat, die zumindest teilweise mithalten kann, ist ihm willkommen. „Ich habe kein Problem damit, alleine zu laufen. Das liegt auch daran, dass ich sehr viel alleine trainieren muss. Aber es fällt alleine natürlich schwerer, sich voll auszupowern, als wenn man Konkurrenten hat.“

Mit Danny Schneider und Kay-Uwe Müller hat Röser neben dem Tübinger Lorenz Baum zwei starke einheimische Läufer gegen sich. Mittlerweile laufen beide für die TSG Schwäbisch Hall. Schneider trug bei seinem Triumph im Jahr 2005 noch das Trikot des TSV Crailsheim. Sabrina Mockenhaupt hat mit Isabel Leibfried eine starke Rivalin. Die Offenauerin siegte 2016 in Schwäbisch Hall.

Florian Röser hofft, dass das Wetter mitspielt und die Strecke nicht rutschig ist. „In Bietigheim hat es einen Kollegen von mir erwischt. Er ist in einer Kurve weggerutscht. So was ist nicht so toll.“ Die Wettervorhersage für Schwäbisch Hall ist noch ungenau. Gestern Nachmittag war für den Dreikönigstag Sprühregen prognostiziert.

Startunterlagen und Anmeldung


Ausgabe Bereits angemeldete Läufer können heute ab 10 Uhr bei Intersport Petermann ihre Unterlagen abholen. Zudem können sich Kurzentschlossene noch für die verschiedenen Läufe anmelden. Im Haupt- und Gesundheitslauf sind noch jeweils wenige Plätze frei. Der AOK-Junior-Cup ist ausgebucht. ruf