Das Trainerkapitel Frederick Griesbach beim VfL Pfullingen endet  im Mai. Der Coach verlängert seinen  Vertrag beim Handball-Drittligisten nicht. Co-Trainer Michael Gruber wird Vater,  würde aber das Torwarttraining weiter abhalten. Athletiktrainer Tobias Fluck bleibt. Der scheidende Chefcoach Griesbach macht klar, dass ihm die Aufgabe in Pfullingen Spaß machte und er alle Energie reinlegte. Aber er hat eben andere Vorstellungen im Hinblick auf die kommenden Jahre und wollte nicht nur den Klassenerhalt anstreben.

Der Sportliche Leiter des VfL, Jörg Hertwig (zusammen mit Abteilungsleiter  Armin Geffke im Amt) hatte den Plan A mit Griesbach, doch nun kommt Plan B in Frage: hierbei handelt es sich um den Wunschkandidaten, der aber aus der 3. Liga finanziell deutlich bessere Angebote vorliegen hat. Allerdings gibt es auch noch Plan C. Einen Trainer, der nicht zu jung und nicht zu alt ist.

Hertwig meint zu den Verhandlungen: „Fast alle Spieler, bis auf Möck und Thiemann, bei dem wir auf eine Lehrerstelle in der Region hoffen, haben mir mündlich zugesagt. Aber jetzt wollen sie wissen, wer Trainer wird. Ich führe in den kommenden Tagen viele Gespräche.“

Hertwig äußert sich über Griesbach wie folgt: „Er wird uns verlassen, weil die Ziele nicht vereinbar sind. Er will ein professionelles Umfeld, das wir im Ehrenamt nicht leisten können. Griesbach strebt nach oben und denkt daran, den Trainerjob vollprofessionell auszuüben. Wir sind stolz, in der 3. Liga seit Jahren zu spielen. Mehr geht nicht.“

Frederick Griesbach aber strebt nach Profitum. „Die 2. Bundesliga ist kein Thema für uns, denn hierzu müsste ich den Etat fast vervierfachen und auf eine gute Million Euro hochfahren. Um dies zu ermöglichen müssten wir   Gespräche mit dem TV Neuhausen führen, aber derzeit gibt es keine Chance für eine Spielgemeinschaft“, macht Hertwig klar.

Nur eine zweigeteilte 2. Bundesliga mit weniger Kosten und Aufwand wäre ein Thema beim Ex-Erstligisten VfL Pfullingen.

Der in Kornwestheim wohnende Frederick Griesbach musste zuletzt auch einen enormen Aufwand leisten. Der Trainer, der nebenher studiert, war beim jüngsten Schneechaos  vier Stunden zu seinem Trainerjob in Pfullingen unterwegs.