SSV-Trainer Maik Schütt, er verzichtet wie sein Co Philipp Reitter auf die März- und Aprilgehälter, atmet auf: „Am Dienstag gibt der WFV bekannt, ob und wie es in der Ober- und Verbandsliga weitergeht. Es gibt einige Modelle, perfekt ist keines – es gibt immer Teams, die unter der Krise und den Szenarien leiden. Ich denke da an die Relegation des Zweiten, eventuell Stuttgarter Kickers, die nicht stattfinden soll. Es geht da ja immerhin um den Aufstieg in die Regionalliga.“

VfB Stuttgart II steigt auf

Es gibt für die Oberliga ein Modell, dass man die Saison abbricht. Der VfB Stuttgart II steigt auf, es gibt keine Absteiger, aber drei Aufsteiger (Backnang Württemberg, Lörrach Südbaden und Walldorf Nordbaden). Das wären 20 Teams, was zu einem verschärften Abstieg 2021 führen würde. Dann gibt es bei Abbruch die Tabelle nach Quotienten-Regel.

Da das Land bis 31. August  Groß-Veranstatungen verbietet, gibt es keine Chance auf normalen Spielbetrieb. Gibt es Geisterspiele oder welche mit 1000 Fans. das wäre dann immerhin der SSV-Schnitt und im Kreuzeichestadion könnte man die Abstandsregel von 1,50 Meter locker auf der Tribüne leisten, die 5236 Zuschauern Platz bietet. Da kann man schön auseinander sitzen. Aber in Linx, Bissingen oder Oberachern gibt es diese Möglichkeit nicht.

Andere Baustelle für den SSV

Für die Reutlinger gibt es noch eine andere Baustelle. Der neue Manager des 1. CfR Pforzheim, Giuseppe Ricciardi, kennt aus seiner Reutlinger Zeit Vertragsinhalte der Spieler, deren Verträge auslaufen. So ist er an Onesi Kuengienda dran. Manche Medien schreiben von Unterschrift, der SSV dementiert, will ihn unbedingt  halten. Ricciardi hat auch Interesse an Daniel Elfadli, da ist auch Freiberg dran. Jannick Schramm soll er ebenfalls auf dem Zettel haben.

Piu und Staiger haben verlängert, jetzt  sind 16 Spieler unter Vertrag. Lukas Hartmann hört auf, geht zu seiner Freundin in den Großraum Düsseldorf. Felix Heim (VfB-A-Jugend), Ruben Reisig (Stuttgarter Kickers) und Adreas Maier (VfL Pfullingen) gingen, Tim Schwaiger kam vom VfB zurück.

Sieben SSV-Spieler sind ohne Vertrag für die kommende Spielzeit, werden umworben: Schiffel, Schneider, Kuengienda, Elfadli, Schramm, Wöhrle und Sessa. Letzterer hat nach Kreuzband-OP noch kein Spiel bestritten, hängte sich in den individuellen Trainingseinheiten voll rein, will es wissen.

Spieler aus der Region einbauen

Einige Fragezeichen gibt es, aber der neue Chef Cem Korkmaz und sein Kollege Sinan Demez sind sehr aktiv, verfolgen auch das Ziel, Spieler aus der Region einzubauen. Willie Sauerborn ist da ein gutes Beispiel, er hat sich durchgebissen, ist nicht mehr wegzudenken. Sie wollen den Kader im Großen und Ganzen zusammenhalten, verhandeln mit den sieben Spielern, die ab 1. Juli noch keinen  Vertrag haben, so dass man ein Team zusammenstellt, das in der nächsten Saison eine gute Rolle spielen sollte.

Virtuelles Derby knallt richtig rein


Am Sonntag, 10. Mai, findet das erste virtuelle Geisterderby in der Vereinsgeschichte der Stuttgarter Kickers gegen den SSV Reutlingen statt. Der Ticketverkauf für dieses Geisterspiel läuft sehr gut, über 10 500 Tickets sind bereits verkauft. Man kommt auf Degerlochs Höhen dem Ziel „ausverkauft“ immer näher. Dem Vernehmen nach flossen mit dieser Aktion 100 000 Euro in die blauen Kassen.