Nach einer starken zweiten Halbzeit setzten sich die Basketballer der TSG Volksbank Reutlingen in der Regionalliga Baden-Württemberg am verdient mit 92:72 (44:38) gegen die TSV Wieblingen Füchse durch. Überragender Mann des Abends war TSG-Spieler Marques Charlton mit 31 Punkten.

Der Start ins Heimspiel war alles andere als planmäßig. Die Gäste, welche im Abstiegskampf dringend punkten mussten, zeigten sich hochmotiviert und bissig sowie zu Beginn auch treffsicher. Die TSG-Defensive stand in den ersten Minuten auf wackeligen Beinen, sodass Headcoach Vasilios Tsouknidis gezwungen war, in der 6. Minute beim Stand von 11:14 die erste Auszeit zu nehmen. Diese zeigte Wirkung, sein Team legte einen 8:0-Lauf zum 19:14 hin, musste diesen Vorsprung aber  bis Viertelende wieder einbüßen (19:19).

Auch im zweiten Viertel taten sich die Achalmstädter vor allem defensiv zunächst weiter schwer. Tsouknidis brachte den erst 16-jährigen Yann Ahlgrim, der seine ersten Regionalliga-Minuten direkt mit einem erfolgreichen Dreier zurückdankte. Mitte des Viertels liefen die Reutlinger „Ravens“ immer noch einem Rückstand hinterher (29:32), ehe der überragende Marques Charlton langsam Fahrt aufnahm. Nach zwei Ballgewinnen und Korbvorlagen erzielte er sechs Zähler in Folge, sodass die TSG einen knappen 44:38 -Vorsprung gegen die Heidelberger Vorstädter in die Pause nahm.

In der Halbzeitpause fand Tsouknidis deutliche Worte, mit der Leistung seines Teams speziell defensiv war er nicht zufrieden. Die Ansprache zeigte Wirkung, Charlton und Klay legten mit zwei Dreiern los, Klay ließ sieben weitere Zähler folgen (59:49). Dann war es erneut die Charlton-Show, welche die TSG vorzeitig auf die Siegerstraße brachte. Mit teils spektakulären Korbaktionen erzielte er neun Punkte in Folge, insgesamt gelang der TSG in diesem Viertel ein 15:6-Lauf zur Vorentscheidung (72:55). Auch der ebenfalls erst 16-Jährige Fabian Martini trug sich in die Scorerliste ein.

Im letzten Viertel zeigte die TSG die Qualitäten einer Spitzenmannschaft, verteidigte gegen die müder werdenden Gäste aus Heidelberg gut, es gelangen zahlreiche Ballgewinne. Im Angriff wurden die freien Spieler gefunden und diese nutzten ihre Chancen. Kapitän Klay erzielte zwei seiner fünf Dreier, insgesamt konnten alle Spieler punkten und die TSG fuhr einen verdienten 92:72-Sieg, nach einer Leistungssteigerung in Durchgang zwei, ein.

TSG-Headcoach Vasilios Tsouknidis meinte hinterher: „Wir haben in der ersten Halbzeit schlecht verteidigt und waren nicht wach genug. In der zweiten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht und alles kontrolliert. Marques Charlton hat eine überragende Partie abgeliefert, ebenso wie Justin Klay und auch unsere Jugendspieler welche wichtige Impulse geben konnten. Mein Team hat in der zweiten Halbzeit die Vorgaben effektiv umgesetzt.“

TSG: Charlton (31/1 Dreier), Klay (23/5), Schmid (10), Grubic (8), Ahlgrim (5/1), Gaurina (5), Albanus (4), Terzidis (2), Traore (2), Martini (2).

Umstellung in Defense hilft Füchsen nicht


Den Wieblinger Füchsen, die zuletzt aus drei Regionalliga-Auftritten zwei Siege eingefahren hatten, standen in Reutlingen gegen den Tabellenfünften TSG nur acht Spieler aufgrund beruflicher Verpflichtungen  zur Verfügung.  Vor allem in der Defensive machte sich dies negativ bemerkbar. Im letzten Viertel versuchten die Heidelberger Vorstädter, über eine Zonenverteidigung den Rückstand zu verringern, doch auch die Umstellung in der Verteidigung brachte keine Wende. Für die abstiegsbedrohten Füchse spielten in Reutlingen: Käding 16 Punkte/2 Dreier, Kiesel M. 15/1, Schönit 13/3, Kiesel L. 8, Wiesenberg 8/1, Heinemann 6, Ryklin 4, Hofmann 2.