Die Duelle der dritten Qualifikationsrunde zwischen Kuban Krasnodar (RUS) und den TUSSIES Metzingen in der Europa League werden aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht stattfinden können.  

Keine Europareise der TusSies

Seit nun mehr sechs Jahre sind die TusSies Dauerteilnehmer in den europäischen Wettbewerben und stießen dabei unter anderem ins Finale und Halbfinale vor. Diese Saison wird schon vor dem ersten Spiel die europäische Reise vorzeitig beendet sein. 

Neue Bestimmungen ab 8. November

Seit November gelten in ganz Deutschland neue Corona-Maßnahmen, die Bundesregierung hat für den 08.11. neue Reise- und Quarantänebeschränkungen für Risikogebiete verabschiedet. Wie genau diese umgesetzt werden sollen ist noch offen und obliegt den jeweiligen Bundesländern. 

Unmissverständliche Empfehlungen der Behörden

Unabhängig davon, wie genau die Regelung in Baden-Württemberg umgesetzt werden, mussten die Verantwortlich der TusSies in Abstimmung mit den Behörden und der Europäischen Handball Föderation eine Entscheidung treffen.  Von Seiten der Behörden gab es eine unmissverständliche Empfehlung, die Reise nach Krasnodar unter den aktuellen Gegebenheiten vor Ort nicht anzutreten. Kurz darauf bestätigte auch die EHF, dass aufgrund der aktuellen Situation und der von den Regierungen veranlassten Maßnahmen insgesamt drei Partien abgesagt wurden. Dies betraf neben den TUSSIES zwei weitere Partien mit den norwegischen Vertretern Byasen Trondheim (vs. Perla Lublin (POL)) und Molde HK (vs Astrachan (RUS)).  Da von russischer Seite keine Einschränkungen vorlagen wurde vom Verband Kuban automatisch für die nächste Runde gesetzt. Identisch dazu wurden die Kontrahenten der norwegischen Vertreter als Sieger gewertet.  

Es ist nicht anders umsetzbar

Für die Mannschaft und die Verantwortlichen der TusSies war dieser Ausgang natürlich alles andere als wünschenswert, aber unter den gegebenen Umständen eben nicht anders umsetzbar. Geschäftsführer Ferenc Rott erläuterter schweren Herzens seine Gefühlslage: „Jedes Jahr ist die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb unser Ziel. Das haben wir letzte Saison souverän geschafft und das wir nun die Spiele nicht austragen können, schmerzt natürlich, aber es ist auch absolut nachvollziehbar. Als Arbeitgeber habe ich auch eine Verantwortung gegenüber allen Mitarbeitern und in diesen unsicheren Zeiten war mir klar, dass ein sportlicher Wettbewerb mit einem russischen Vertreter nahezu ausgeschlossen ist. Die Gesundheit und die Sicherheit der Spielerinnen haben für mich oberste Priorität. Mir tut es leid für die Mannschaft, wir haben die Situation bereits intern besprochen und werden den Fokus auf die Bundesliga und den Pokal legen. Wir sind froh, dass wir in Deutschland noch das Privileg haben, spielen zu dürfen und hoffen, dass das auch weiterhin so bleibt.“ 

Spiel gegen Göppingen nun am 14. November (16 Uhr)

Dadurch dass die Spiele am 14.11. und 21.11. nicht stattfinden, kann das Bundesliga Spiel gegen Frisch auf Göppingen am 14.11. (16:00 Uhr) in Metzingen nachgeholt werden. Die Partie sollte eigentlich am 4. 11. ausgetragen werden. Da sich zu diesem Zeitpunkt aber ein Großteil der gegnerischen Mannschaft in Quarantäne befand wurde die Partie verlegt. Das Spiel wird ohne Zuschauer stattfinden.