Von einem optimalen Ablauf bei ihrem Olympia-Debüt konnte für Emma Weiß keine Rede sein. Pandemiebedingt stand der Start der Albstädterin bei den Spielen in Peking lange auf der Kippe, auch vor Ort musste sich Weiß isolieren. Und dann kam auch noch das Wetter dazu.
Eigentlich sollten die Qualifikationsläufe des Aerials-Wettbewerbs nämlich schon am Sonntagabend stattfinden. Schneefall und ungünstige Windverhältnisse zwangen die Verantwortlichen dann allerdings dazu, den geplanten Ablauf zu ändern. Bitter für Weiß, die sich fit gefühlt hatte und eigentlich auch unter den erschwerten Bedingungen ihren Sprung hätte durchführen können.

Probleme bei der Landung

Stattdessen mussten die Athletinnen die Spannung weiter hochhalten, denn am Montag standen nun zunächst die Qualifikation und nur wenige Stunden später das Finale auf dem Programm. Um 15 Uhr Ortszeit startete der Wettbewerb im Genting Snow Park, Weiß bekam die Startnummer 18 zugelost.
Als ersten Sprung lieferte die junge Albstädterin einen Full-Full. In der Luft sah für Weiß dann beim Doppelsalto mit jeweils einer Schraube auch alles noch gut aus, bei der Landung lief es nicht mehr so rund. Weiß hatte etwas Rücklage und musste deshalb hohe Abzüge hinnehmen. Insgesamt 65,52 Punkte standen letztendlich für die 22-Jährige zu Buche, das bedeutete im ersten Durchgang den 22. Platz.
Das Finalticket lösten in diesem Qualifikationslauf Laura Peel (Australien/104,54 Punkte), Ashley Caldwell (USA/101,31), Mengtao Xu (China/101,10), Danielle Scott (Australien/96,23), Marion Thenault (Kanada/ 93,06) und Hanna Huskova (Weißrussland/92,00).

Geringere Schwierigkeit

Für Weiß blieb aber noch die Chance, in der zweiten Qualifikation das Finale zu erkämpfen. „Da heißt es jetzt, einen richtig großen Lay-Full rauszuhauen, damit ich da von der Punktzahl noch höher komme“, so die Albstädterin vor dem zweiten Durchgang. In diesem lieferte sie einen Salto ohne und einen mit Schraube – von der Schwierigkeit also etwas reduziert.
So konnte sie auch trotz hoher Wertungen bei der Ausführung nicht den ganz großen Sprung nach vorne verzeichnen. 75,98 Zähler bedeuteten diesmal Platz 14.
Das zweite Sextett für das Finale bildeten Akmarzhan Kalmurzayeva (Kasachstan/98,58), Megan Nick (USA/89,18), Kaila Kuhn (USA/ 86,62), Fanyu Kong (China/ 83,78), Eseniia Pantiukhova (Russland/82,84) und Anastasiya Andryianava (Weißrussland/ 81,58). „Wenn ich den ersten Sprung gut hingestellt hätte, wäre das Finale drin gewesen“, bilanzierte Weiß.