Zum vierten Mal fand ein Turnier der ITF-Senioren in Holzheim statt, wo sowohl Punkte für die Weltrangliste als auch die deutsche Rangliste zu vergeben waren. Zum ersten Mal erhielt man den Status Grade 4, was mehr Punkte bedeutet, die man erreichen kann. Gespielt wurde in den AK 35 bis 75.

In der AK 40 erwischte Mitfavorit Carsten von Eiff vom TC Süßen, Nr. 25 im DTB, eine äußerst schwere Auslosung. Bereits in der ersten Begegnung musste er mit 1:6, 2:6 gegen den starken Tunesier Mhedi Bdiri die Segel streichen. Wesentlich leichter hatte es der Geislinger Spielertrainer Peter Liptak, der sich im unteren Tableau durch sichere Siege über Christian Spaich mit 6:3, 6:4 (TC Heiningen) und Dirk Ziegler mit 6:3, 6:3 (TC Betzweiler) ins Finale spielte. Hier setzte sich der topgesetzte Thomas Seegis aus Balingen mit 6:1, 6:2 durch.

Der Dürnauer Thomas Rupps, für Wolfsberg Pforzheim spielend, startete in der AK 50 als Nummer  3 der Setzliste. Durch Siege über Alexander Baumann mit 6:2, 4:6, 6:3 und den zweitgesetzten Volker Stamer mit 6:7, 6:4, 6:4 wurde das Finale erreicht. Hier behielt der Böblinger Thomas Fröhner, Nr. 4 der Setzliste, knapp mit 6:3, 2:6, 6:3 die Oberhand. Aus dem Kreis startete auch der Salacher Dieter Mändle, der in der ersten Runde ausschied.

In der qualitativ und quantitativ am besten besetzten AK 55 spielte der an Nr. 8 gesetzte Dirk Faber (TC Süßen) ein ordentliches Turnier. Durch Siege über Uli Birkenmaier (KV Untertürkheim/6:2, 6:4) und Ralf Glöckler (Heidenheimer SB/6:7, 6:3, 6:4) erreichte er das Viertelfinale. Hier war freilich der drittgesetzte Waldenbucher Uli Schmidt beim 1:6, 0:2 (Verletzungsaufgabe) erwartungsgemäß Endstation. Hans Peter Hafner (GSV Dürnau) überstand die erste Runde durch ein 6:3, 6:1 über Michael Dietz (TV Hilsbach). Dann hatte er Auslosungspech, hielt sich aber gegen den zweitgesetzten Udo Betz (TC Wolfsberg Pforzheim) beim 3:6, 2:6 überraschend gut. Dieser entschied die Konkurrenz durch einen Finalsieg über den erstgesetzten Cannstatter Helmut Bayer mit 7:5, 6:0.

Die AK 60 war eine Domäne der Regionalliga-Spieler des TC Heiningen, die vier Akteure meldeten. Lutz Brannaschk setzte sich im ersten Spiel gegen den früheren Göppinger Lothar Strätling deutlich durch, schied im Achtelfinale aus. Der erstgesetzte Andreas Essig, Nr. 10 in Deutschland, traf nach einem lockeren Erstrundensieg im Viertelfinale auf seinen Vereinskameraden Marcel Waidelich (Nr. 6 der Setzliste) und behielt mit 6:4, 6:4 die Oberhand. Weitaus weniger Probleme bereitete der viertgesetzte Italiener Marco Pozzan beim 6:0, 6:2. Der Neu-Heininger Wolfgang Reich, Nr. 3 der Setzliste, hatte mehr Probleme auf dem Weg ins Finale. Vor allem der zweitgesetzte Helmut Marzluff aus Biberach war beim 6:2, 6:7, 6:3 in der Vorschlussrunde eine schwer zu knackende Nuss. Wie erwartet behielt Essig seine weiße Weste gegen Reich, das 6:1, 6:2 im Finale war eine einseitige Angelegenheit. Ralph Weiss