Handball 360
: „Premiere geglückt“ heißt es beim DHB zum Saisonstart – wo und was dennoch hakt

Die Spielzeit mit Handball360 hat begonnen. Mit viel Aufwand und Unterstützung wurden die ersten 36 Spiele in der Jugend der Regionalliga Südwest absolviert. Baden-Württemberg verschwindet derweil aus Handball.net.
Von
Werner Gallbronner
Ulm
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Handball-EM - Deutschland - Dänemark: 01.02.2026, Dänemark, Herning: Handball, EM, Deutschland - Dänemark, Finalrunde, Finale, Jyske Bank Boxen, Torhüter Andreas Wolff (Deutschland) sitzt auf dem Boden. Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Auf einen ratlos dasitzenden Nationaltorhüter Andi Wolff setzt auch das Portal Handball.net, wenn eine gesuchte Seite nicht gefunden wird. Und das sind derzeit viele.

Sina Schuldt/dpa
  • Handball.net zeigt seit Montag für BW und Bayern viele 404-Seiten – Spielpläne fehlen.
  • Ursache ist ein Update: Handball.net greift nun auf Daten von Handball360 zurück.
  • BWHV startet mit Phoenix, Bayern und Berlin mit Nu-Liga; Handball360 hat Kinderkrankheiten.
  • DHB meldet „Premiere geglückt“: 36 Jugendspiele Regionalliga Südwest, trotz Holpern.
  • Der große Test folgt, wenn tausende Teams mit Handball360 in die Saison starten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wo sind die Handball-Spielpläne hin? Wer am Montag, 24. August, eine Mannschaft oder einen Verein aus der Region samt den – schon existierenden – Spielplänen auf der Website Handball.net sucht, dem starrt ein etwas ratlos dasitzender Andi Wolff entgegen. Und große rotfarbene Zahlen: „404“ mit dem Hinweis „OOOPS! Seite nicht gefunden“. Dabei waren die noch am Wochenende dort eingetragen. Doch jetzt sind Handball-Baden-Württemberg und Handball-Bayern ein blinder Fleck auf dem Portal, das im vergangenen Jahr für ganz Deutschland eingeführt wurde und regionale Systeme abgelöst hat.

„Auf Handball.net findest du Spielpläne, Ergebnisse, Tabellen und Wettbewerbe aus dem Handball in Deutschland. Dazu gehören verfügbare Spieldaten aus unterschiedlichen Ligen, Altersklassen, Landesverbänden und Wettbewerben“, heißt es auf der Website. Das galt bis Ende der vergangenen Woche eben auch für die Ligen und Staffeln des Baden-Württembergischen Handballverbands (BWHV).

Chaotisch anmutende Umstellung

Doch dort sind sie verschwunden, was wohl mit dem Update von Handball.net zusammenhängt. Was wiederum zu Handball360 zurückführt, dem neuen Verbandsmanagement-System des Deutschen Handballbunds (DHB), auf dessen Datenbasis Handball.net jetzt zurückgreift. Wie es momentan aussieht, ausschließlich. Das Frontend von Handball.net als weitere Baustelle in der chaotisch anmutenden Umstellung, die flächendeckend bei Zigtausenden Mannschaften und Hunderttausenden Mitgliedern in der Sommerpause hätte funktionieren sollen.

Der BWHV hat beschlossen, auf seinem bewährten alten System Phoenix in die Saison zu starten, aufgrund der zahlreichen Kinderkrankheiten, die bei Handball360 auftauchen. Bayern und Berlin nutzen ihre bisherige Nu-Liga.

Derweil feiert der DHB den Start in die Saison mit den Worten „Premiere geglückt“ – mit gerade mal 36 Spielen in den Jugenden der Regionalliga Südwest, zuvor umfangreicher Schulung von Schiedsrichtern, Zeitnehmern, Sekretären und anderen Funktionären. Dazu intensiver Betreuung während der Spiele, wie der DHB selbst auf seiner Homepage schreibt. Dennoch habe es an manchen Stellen geholpert. Der Verband gibt sich unverdrossen optimistisch. Der Härtetest steht aber noch bevor: Schließlich werden demnächst tausende Mannschaften mit Handball360 in die Saison starten, auch ohne Baden-Württemberg, Bayern und Berlin.