WM 2026
: Klopp über „Causa Balogun“: „Das stellt alles infrage“

Jürgen Klopp reagiert fassungslos auf die beispiellosen Hintergründe in der „Causa Balogun“ - und teilt gegen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino aus.
Von
sid
New York
WM 2026 - Brasilien - Norwegen: 05.07.2026, USA, East Rutherford: Fußball, Männer, WM 2026, Brasilien - Norwegen, Finalrunde, Achtelfinale im New-York -New-Jersey -Stadion, Jürgen Klopp, TV-Experte für MagentaTV und ehemaliger Bundesligatrainer, aufgenommen in der Halbzeit. ACHTUNG: Gemäß den Auflagen der FIFA dürfen die Bilder ausschließlich zur redaktionellen Verwendung genutzt werden. Eine kommerzielle Nutzung ist ausgeschlossen. Zudem dürfen keine videoähnlichen Sequenzen erstellt werden, und es dürfen keine Veränderungen weder im Vordergrund noch im Hintergrund am Bild vorgenommen werden. Foto: Tom Weller/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Jürgen Klopp reagiert fassungslos auf die beispiellosen Hintergründe in der „Causa Balogun“ (Archivbild).

Tom Weller/dpa
  • Klopp kritisiert die Aufhebung der Sperre für Folarin Balogun scharf.
  • Er verweist auf Berichte über einen Anruf von Donald Trump bei Gianni Infantino.
  • Laut Klopp sollten Trump und Infantino keinen Einfluss auf Entscheidungen im Fußball haben.
  • FIFA setzte Baloguns Sperre zur Bewährung aus – Einsatz im Achtelfinale gegen Belgien möglich.
  • Norwegens Trainer Stale Solbakken nennt das einen „großen Fehler“ und warnt vor Präzedenzfällen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der designierte Bundestrainer Jürgen Klopp hat fassungslos auf die beispiellosen Hintergründe in der „Causa Balogun“ reagiert. „Wenn das wirklich Trump und Infantino miteinander ausgemacht haben, das ist verrückt, das stellt alles infrage“, sagte der 59-Jährige, DFB-Wunschkandidat für die Nachfolge von Julian Nagelsmann, bei MagentaTV: „Diese beiden Menschen, die beide von Fußball keine Ahnung haben, sollten gar nichts damit zu tun haben. Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel.“

Am Sonntag hatte der Fußball-Weltverband FIFA die Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt. Balogun ist damit am Montagabend (Ortszeit) im Achtelfinale der USA gegen Belgien spielberechtigt. Laut AFP und der New York Times rief US-Präsident Donald Trump persönlich bei FIFA-Chef Gianni Infantino an, um ihn um eine Überprüfung der Roten Karte zu bitten.

„Da gibt es gar keine zwei Meinungen. Wenn es tatsächlich so war: Da gibt es immer noch die Möglichkeit, dass die USA ihn trotzdem nicht aufstellen, weil sie sagen: 'So wollen wir das nicht haben'“, sagte Klopp: „Wir leiden alle unter Fehlentscheidungen. Trotzdem lernen wir alle im Laufe des Lebens, damit zu leben. Und das ist ganz einfach eine Tatsachenentscheidung.“

Solbakken: „Das ist nicht gut für den Sport“

Norwegens Nationaltrainer Stale Solbakken sprach dagegen von einem „großen Fehler“ der FIFA. Es sei „eine schlechte, schlechte, schlechte Entscheidung, die der WM schaden wird“, sagte er nach dem Viertelfinaleinzug der Norweger gegen Brasilien (2:1): „Es tut mir auch leid für die USA. Wenn sie gewinnen, wird es immer in der Schwebe hängen. Das ist nicht gut für den Sport.“

Solbakken ist der Ansicht, dass die Entscheidung einen gefährlichen Präzedenzfall schaffe. „Was ist mit der nächsten Roten Karte? Was passiert dann? Wird es künftig irgendwo ein Gremium geben, das solche Karten einfach wieder aufhebt?“, fragte Solbakken.