Fußball Sportverein gastiert bei den „Blauen“

Mit den Stuttgarter Kickers in der Oberliga noch ohne Sieg: Trainer Tobias Flitsch aus Jebenhausen.
Mit den Stuttgarter Kickers in der Oberliga noch ohne Sieg: Trainer Tobias Flitsch aus Jebenhausen. © Foto: Imago
Göppingen / Markus Munz 24.08.2018

Allein schon der Name Stuttgarter Kickers löst bei den Gegnern in der Oberliga Baden-Württemberg das große Kribbeln aus. Für die Fußball-Fans in der Region Göppingen erlangen die „Blauen“ zusätzliche Bedeutung durch die Personalie Tobias Flitsch. Der 38-jährige Trainer aus Jebenhausen soll den tief gefallenen früheren Bundesligisten zum sofortigen Wiederaufstieg führen.

Am Samstag um 14 Uhr erwartet er mit den Kickers den Göppinger Sportverein zum Oberliga-Duell am dritten Spieltag. Dass der Kontrahent direkt vor seiner Haustür liegt, hat für Flitsch morgen keine Bedeutung: „Ich war ja noch nie beim Sportverein tätig.“ Lediglich die Anfahrt zur Gegner-Beobachtung gestaltet sich für ihn in diesem Fall angenehm kurz. Flitsch nutzte am letzten Samstag zusammen mit Armin Ohran, einem seiner Co-Trainer bei den Kickers, den er aus der gemeinsamen Zeit beim FC Heiningen kennt, die Gelegenheit, um den Sportverein beim 3:3 gegen die Neckarsulmer Sport-Union unter die Lupe zu nehmen. „Göppingen hat eine gute und erfahrene Mannschaft und ist ordentlich in die Saison gestartet“, urteilt Flitsch, „mit Dicklhuber oder Botta verfügt man über Spieler, die auch aus dem Nichts mal ein Tor machen können.“ Dass der 1:3-Rückstand bei den Temperaturen noch aufgeholt wurde, spreche zudem für eine gute Moral.

Mit dem Toreschießen klappte es bei seiner eigenen Mannschaft in den ersten beiden Spielen dagegen noch nicht besonders gut. Während der A-Lizenz-Inhaber das 0:0 zum Auftakt gegen Nöttingen noch als „ordentlichen Einstieg und gerechtes Unentschieden“ einstuft, sei die mangelnde Chancenverwertung zuletzt bei der unglücklichen 1:3-Niederlage in Oberachern eklatant gewesen. „Das war Wahnsinn, wir haben allein sieben Mal aus kurzer Distanz nicht die nötige Ruhe beim Abschluss gehabt und darüber hinaus noch weitere Chancen ausgelassen“, hadert Flitsch. Er führt diesen Umstand auf die noch fehlende Sicherheit bei seinen Spielern zurück. „Fußball ist Kopfsache“, sagt er. Sein Kader setzt sich aus zehn Spielern, die mit den Kickers aus der Regionalliga abgestiegen sind, und zehn Neuzugängen zusammen. Fünf Akteuren fehlt nach langen Verletzungen noch der Rhythmus. „Wir sind nicht der FC Bayern der Oberliga“, betont Flitsch, „und nur weil wir die Stuttgarter Kickers sind, werden wir keine Spiele gewinnen. Wir müssen alles dagegen setzen, denn jeder Gegner mobilisiert gegen uns extra Kräfte. Es ist ein Highlight für jeden, aber das war von vornherein klar.“

Der Sportverein, bei dem Trainer Gianni Coveli, Kapitän Oliver Stierle sowie Kevin Dicklhuber und Marc Mägerle eine blaue Vergangenheit haben, wird es am Samstag auf der Waldau jedenfalls mit hochmotivierten Kickers zu tun bekommen. „Ich hoffe, dass gegen Göppingen der Knoten platzt und wir daheim zum ersten Dreier kommen“, erklärt Flitsch und weiß: „Sonst wäre es ein schlechter Start.“

Markus Munz

Info Es besteht Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus, Abfahrt um 11.45 Uhr am SV-Stadion. Für alle Selbstfahrer: Die Göppinger Fans stehen nun im Block F3, bereits gekaufte Tickets werden am Stadioneingang umgetauscht.

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