Göppingen Pokal-K.o. für den Sportverein

Der Göppinger Michael Wende (rotes Trikot) hatte das 2:2 nach einem Freistoß von Chris Loser auf dem Kopf, scheiterte jedoch an Torwart Thomas Bromma.
Der Göppinger Michael Wende (rotes Trikot) hatte das 2:2 nach einem Freistoß von Chris Loser auf dem Kopf, scheiterte jedoch an Torwart Thomas Bromma. © Foto: Peter Poller
Göppingen / Markus Munz 04.10.2018
Die 1:3 (0:0)-Heimniederlage gegen den SGV Freiberg besiegelt das Achtelfinal-Aus des Göppinger Oberligisten.

Vor dem Heimspiel am Samstag gegen den FC Villingen bangen die Göppinger Oberliga- Fußballer um den Einsatz von Leistungsträger Kevin Dicklhuber. Der Spielmacher blieb gestern beim WFV-Pokal-Achtelfinalspiel gegen den SGV Freiberg schon in der Anfangsphase nach einem Zusammenprall im eigenen Strafraum liegen und musste wegen einer Schwellung an der Stirn zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden. Dickl­huber kehrte mit Kopfverband noch vor Spielende wieder ins Stadion zurück.

Vor zehn Tagen hatten sich der Sportverein und Freiberg an gleicher Stelle in der Oberliga mit einem 1:1 getrennt. Ähnlich taktisch geprägt wie das Liga-Spiel verlief auch gestern die erste Hälfte mit entsprechend wenigen Höhepunkten für die Zuschauer. Erst das 0:1 kurz nach dem Seitenwechsel änderte die Statik des Spiels. Danach bekam die Begegnung noch den Charakter eines Pokal-Fights.

SV-Trainer Gianni Coveli reklamierte bei der Entstehung des ersten Gegentors „ein klares Foul an Michael Renner“. Den folgenden Kopfball von Spetim Muzliukaj konnte Marcel Schleicher noch abwehren, per Rückzieher verwertete der Freiberger Angreifer aber den Abpraller zum 0:1 (48.). „Die erste Hälfte ging optisch an Freiberg, aber nach dem Rückstand haben wir Mut gezeigt und mit Engagement und Mentalität eine Vielzahl an Möglichkeiten herausgespielt“, erklärte Coveli. Allerdings wurde dabei ein kaltschnäuziger Vollstrecker vermisst. „Da fehlt natürlich die Qualität eines Dicklhuber oder Botta“, bestätigte Coveli.

Allein Michael Wende hätte zum Pokal-Helden avancieren können. In der 61. Minute schoss der Neuzugang einen Abstauber aus kurzer Distanz am Tor vorbei. Drei Minuten später wurde sein Schussversuch noch knapp am Tor vorbei zur Ecke gelenkt. Nachdem Muzliukaj und Sökler die Vorentscheidung für Freiberg liegen ließen, gelang Iurii Kotiukov der Ausgleich für den Sportverein. Nach Renner-Flanke kam der 28-Jährige aus dem Mittelfeld herangerauscht und traf mit schöner Direktabnahme.

Doch Freiberg schlug prompt zurück. „In der Situation sind wir auf der linken Seite zu hoch gestanden, so dass Freiberg hinter die Abwehrkette kommen konnte“, analysierte Coveli. Muzliukaj verwertete die Hereingabe in perfekter Torjägermanier und schnürte den Doppelpack. Michael Wende hätte zwei Minuten später ausgleichen müssen, köpfte aber einen Freistoß direkt auf den Torwart. „Das ist schade, denn wir haben eine richtig gute zweite Hälfte gespielt und einen starken Gegner phasenweise hinten festgenagelt“, bedauerte Coveli.

SV Göppingen: Schleicher – Loser, Stierle (82. Ziesche), Mägerle, Leonhardt (90. Özcan), Osipidis, Kotiukov, Brück, Dicklhuber (17. Schwarz), Renner, Wende (82. Serour).

SGV Freiberg: Bromma – Fausel, Zagaria, Rohr, Marotta (90.+1. Kingsford), Braun (80. Gentner), Müller, Fossi, Pollex (71. Kutlu), Sökler, Muzliukaj (75. Kröner).

SR: Eckermann (Waiblingen).

Tore: 0:1 Muzliukaj (48.), 1:1 Kotiukov (66.), 1:2 Muzliukaj (70.), 1:3 Kingsford (90.+3).

Zuschauer: 300.

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