Fußball Relegation mit neuem Modus

Brettheim / Ralf Mangold 23.07.2018
Beim Abschlussstaffeltag des Fußballbezirks Hohenlohe in Brettheim werden einige Änderungen im Spielbetrieb beschlossen. Zudem gibt es keinen gedruckten Spielerpässe mehr.

Gut besucht war der Bezirks-Abschlussstaffeltag der Frauen und Herren in der Brettheimer Sporthalle. In seinem Rückblick zog Bezirksspielleiter Hartmut Megerle ein insgesamt positives Fazit, „auch wenn uns der Winter hart getroffen und sogar noch bis Ende März Spiele ausgefallen sind“. Ein Lob für die Durchführung der vielen Nachholspiele innerhalb eines sehr engen Zeitfensters gab es deshalb von ihm für die Staffelleiter, Schiedsrichter und Vereine. „Wir haben alles gut über die Bühne gebracht und die Runde rechtzeitig beendet.“

Der Vorjahresrekord an Zuschauern bei der Relegation wurde um 1200 verfehlt. Als Grund dafür vermutet Megerle, die WM-Übertragungen und dass möglicherweise die Spielorte nicht ganz zu den Paarungen gepasst hätten. „Es gab in diesem Jahr allerdings nur sehr wenige Bewerbungen.“ Ein dickes Lob gab es dennoch für die Ausrichter der größtenteils hart umkämpften Partien.

Neu ist ab der kommenden Runde, dass bei Pokalspielen nun auch das Pflichtspielrecht gilt. Zudem gibt es zukünftig keinen Papier-Spielerpass mehr. Um für Internet-Probleme gewappnet zu sein, empfahl Bezirksschiedsrichter-Obmann Volker Stellmach, immer eine farbig ausgedruckte aktuelle Spielerliste mit Passbildern dabei zu haben. „Wir haben weiterhin große Schwierigkeiten, alle Spiele zu besetzen“, forderte Stellmach vor allem mehr Respekt gegenüber den Jungschiedsrichtern, um möglichst viele Unparteiische zu halten und auch neue hinzuzugewinnen. Der nächste Neulingskurs ist am 8. Oktober in Waldenburg.

Anschließend berichtete der Bezirksvorsitzende Ralf Bantel vom WFV-Verbandstag. Beschlossen wurde dabei, dass der Tabellenletzte einer Liga zwingend absteigen muss. Zudem gebe es keine Zeitsperren mehr nach Platzverweisen, sondern nur noch Pflichtspielsperren. Hallenturniere können ab der kommenden Runde nach Fußball- oder Futsal-Regeln durchgeführt werden. Eine Schulung für Turnieraufsichten findet am 10. September in Dünsbach statt. „Eine Kommission überprüft die Verbandsstruktur. Es geht darum, die Anzahl der Bezirke zu reduzieren“, erzählt Bantel. Eine Reform ist in den nächsten Jahren wegen der stetig sinkenden Anzahl an Mannschaften im Wettbewerb wohl unvermeidlich. Zuletzt verwies Bantel noch auf das Ehrungsmodul im DFB-Net.

Peter Hoffmann hört auf

Peter Hoffmann hat aus beruflichen Gründen nicht mehr als Staffelleiter der Bezirksliga kandidiert und sein Amt nach zwölf Jahren zur Verfügung gestellt.  Als Dank für sein ehrenamtliches Engagement erhielt er den WFV-Ehrenbrief. Als Nachfolger wurde mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen Hartmut Megerle gewählt. Alle anderen Staffelleiter machen weiter und wurden auch einstimmig  entlastet und mit großer Mehrheit wiedergewählt. Wer nach dem „Norweger-Modell“ (neun gegen neun) kicken  will, muss auch zukünftig über den ganzen Platz spielen.  Diskussionsbedarf gab es bei den Staffeleinteilungen, insbesondere dass die Kreisliga B4 nur noch mit 13 Teams  an den Start geht, sorgte doch für einigen Unmut in der Halle.

Neue Spielgemeinschaften seien der Grund hierfür, erläuterte Megerle. Zudem weigerten sich  Berlichingen und Sindelbachtal gegen eine Umgruppierung.  Beschlossen wurde mehrheitlich, dass nach dem „14er-Schlüssel“ gespielt wird, so kann jedoch nicht mehr gewährleistet werden, dass die zweiten Mannschaften das Vorspiel zur ersten bestreiten.

Megerle will in den nächsten Tagen noch einmal auf die betroffenen Vereine aus der Bezirksliga zugehen, um eine akzeptable Lösung für dieses Problem zu finden.  Der Spielbeginn für die Reservemannschaften bleibt wie vor einem Jahr beschlossen bei zwei Stunden vor dem Anpfiff der ersten Mannschaft.

Im Februar keine Spiele

Am Terminplan ließe sich nicht viel ändern, „da wir ein Flächenbezirk sind und Spielansetzungen unter der Woche für Probleme bei den Auswärtsteams sorgen würden“. Allerdings werden zukünftig im Februar  keine Spiele mehr angesetzt.  Allerdings könnte sich Megerle vorstellen, dass bei guter Witterung kurzfristig noch ein Spieltag Ende November hinten rangehängt wird.  „Wir bieten den Vereinen zukünftig mehr Flexibilität bei den Spielansetzungen an.“ Spielverlegungen mit Einverständnis des Gegners seien deshalb meist unproblematisch. „Allerdings, wenn ein Spiel auf Samstag verlegt wird und wir freitags Nachholspiele ansetzen müssen, dann wird die Partie ohne Rücksprache wieder auf Sonntag zurückverlegt.“

Ein großes Thema war der neue Modus der Relegation. Bisher spielten die drei A-Ligisten den Herausforderer für den Bezirksligisten aus. Zukünftig wird aber auch das höherklassige Team sofort in die Relegation einsteigen, sodass zukünftig alle vier beteiligten Vereine in ein Halbfinale gelost werden und anschließend die Gewinner das Endspiel bestreiten.  Ähnliches gilt auch für die Relegation zur A-Liga. Wenn es mehr als eine untergeordnete B-Liga-Staffel gibt, ist es nun auch möglich, dass der höherklassige Verein bereits bei der ersten Qualifikationspartie antreten muss.

Besonderheit feiert Premiere

Normalerweise spielen alle zweiten Mannschaften der Bezirksligisten in den Punktrunden der Kreisliga A beziehungsweise B mit. Der TSV Braunsbach wird hingegen an der Reserverunde der Kreisliga A1 teilnehmen.

Zuletzt bot Megerle den Vereinsvertretern die Teilnahme an einem  Workshop an, bei dem über Staffelgröße und -einteilung diskutiert werden kann. Interessierte können sich bis 15. August bei ihm melden.

Die Spieltermine gehen demnächst ins Netz

Die Berichte der Staffelleiter zur vergangenen Saison, die weiteren Bezirkspokalrunden  sowie  die Änderungen der Durchführungsbestimmungen sind unter wuerttfv.de  nachzulesen.

Der nächste Abschlussstaffeltag des Fußballbezirks Hohenlohe wird im Juli 2019 in Langenburg ausgetragen.

Die Terminliste für die Saison 2018/2019 wird am 29. Juli ins DFB-Net eingepflegt. rama

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