Der FC Matzenbach feiert dieses Jahr seinen 70. Geburtstag und durfte heuer zum zweiten Mal eine wichtige Veranstaltung des Fußballbezirks Hohenlohe ausrichten: Nach dem Relegationsspiel zur Bezirksliga zwischen dem FC Langenburg und dem TSV Gaildorf Mitte Juni wurde am Samstag der Abschlussstaffeltag des Fußballbezirks Hohenlohe in Matzenbach veranstaltet.

Bezirksvorsitzender Ralf Bantel informierte die Vereine unter anderem darüber, dass es beim Württembergischen Fußballverband (WFV) nun einen hauptamtlichen Datenschutzbeauftragten gebe und dass die Spesen für Schiedsrichter angehoben worden seien (siehe Infokasten). Der WFV schütte aus seinem erwirtschafteten Überschuss (350 000 Euro) umgehend 150 000 Euro wieder an die Vereine aus. Jeder Verein, der eine Jugend gemeldet hat, erhalte zehn Jugendfußbälle der Größe 3, so Bantel. Wegen der anstehenden Neuordnung der Bezirke werde es noch Regionalkonferenzen geben. „Ich sehe unseren Bezirk aber noch sehr gefestigt“, betonte Bantel. Er forderte die Vereine auf, online unter www.zukunftwfv.de aktiv an der Gestaltung mitzuwirken.

Dennis Arendt, Obmann der Schiedsrichtergruppe Crailsheim, berichtete, dass die Zahl der Referees weiter sinke. Gerade die Besetzung des Reservespielbetriebs sei „äußerst kritisch“. Beim aktuellen Neulingskurs in Neuenstein seien gerade einmal zehn Schiedsrichter aus Hohenlohe dabei. Der nächste Neulingskurs findet vom 25. September bis 6. November bei der SSV Schwäbisch Hall statt.

Bezirksspielleiter Hartmut Megerle freute sich, dass es in der Saison 2018/19 kaum Spielausfälle und damit kaum Nachholspiele zu verzeichnen gab. „Im Vergleich zum Vorjahr war dieser Winter ja nur ein Winterle“, sagte Megerle in Anspielung auf das Wetterchaos in der Saison 2017/18.

Die Relegationsspiele seien nach wie vor eine echte Erfolgsgeschichte, auch wenn das Niveau dieses Mal nicht ganz so hoch gewesen sei, so Megerle. Bewährt habe sich auch, dass die drei Relegationsteilnehmer aus den Kreisligen A und der Vertreter aus der Bezirksliga in einen Topf geschmissen werden, zwei Halbfinals und ein Finale gespielt würden. Wer 2020 gegen wen antreten muss, wird am Halbzeitstaffeltag ausgelost. Im Schnitt seien 950 Zuschauer bei den Relegationsspielen gewesen. Zu den beiden Bezirkspokalfinalspielen in Vellberg seien sogar 1300 Zuschauer gekommen.

50-mal fehlen Platzordner

Megerle erinnerte die Vereine noch einmal daran, dass sich die Platzordner vor jedem Spiel beim Schiedsrichter melden müssen, sonst gebe es eine Geldstrafe. Bei 50 Spielen musste ein Bußgeld verhängt werden, so Megerle: „Unnötig!“ Das Geld sei im Verein an anderer Stelle doch besser aufgehoben.

Bei den Frauenteams im Bezirk seien die Zahlen leicht rückläufig. 19 Mannschaften gebe es im Bezirk Hohenlohe in der Bezirksliga und der Kreisliga, vier Teams in der Landesliga.

Ein größeres Problem sei allerdings der Reservespielbetrieb, wie Hartmut Megerle aufzeigte. Durch Ummeldungen von Reserven in zweite Mannschaften in Konkurrenz in den B-Ligen ist die Anzahl der Reserven weiter gesunken. In den Kreisligen A1, B1 und B3 gehen nur noch acht Mannschaften ins Rennen, in der B2 sind es zehn, in der A3 elf, in der B4 zwölf und in der A2 13. „Ich wage die Prognose: 2020/21 wird es in der A1 keine Reservestaffel mehr geben“, erklärte Megerle wenig optimistisch. „Wir müssen den Reservespielbetrieb hochhalten.“ Beim Halbzeitstaffeltag der Saison 2019/2020 werde dieses Thema noch einmal auf die Tagesordnung genommen.

Auch die Ergebnisse der Arbeitsgruppe, die sich mit dem Spielbetrieb und der Neueinteilung der Staffeln befasst – vermutlich erst zur Saison 2021/22 –, wurden in Matzenbach gezeigt. Die Bezirksliga sollte weiter mit 16 Mannschaften gespielt werden. Durch eine Reduzierung der Sollstärke in den Kreisligen A von 15 auf 14 könnte man vier Spieltage einsparen. So könnten unbeliebte Spieltage wie Ostern frei bleiben. Dies hätte aber wohl eine Erhöhung von vier auf fünf Kreis­ligen B zur Folge. Eine Wiedereinführung der B5 mit den zweiten Mannschaften der Bezirksligisten steht zur Debatte.

Staffelleiter: Gfraerer macht jetzt A2 und B3


Sascha Hofmann ist vom Württembergischen Fußballverband (WFV) für seine ehrenamtliche Arbeit mit dem Verbandsehrenbrief ausgezeichnet worden. Hofmann engagierte sich seit 2010 im Fußballbezirk Hohenlohe, seit 2016 war er Staffelleiter der Kreisliga B3. „Wenn Sascha gesagt hat, in seiner Staffel läuft’s, dann läuft’s auch“, lobte ihn Bezirksspielleiter Hartmut Megerle. Weil Hofmann sein Amt nun niedergelegt hat, übernimmt Peter Gfraerer dessen Aufgaben und gibt gleichzeitig seinen Posten als Staffelleiter der Kreisliga A1 ab.

Es ergibt sich damit folgendes Bild bei den Staffelleitern im Bezirk:
Bezirksliga: Hartmut Megerle
Kreisliga A1: Martin Basler
Kreisliga A2 und B3: Peter Gfraerer
Kreisliga A3 und B4: Carsten Walz
Kreisliga B1: Gaby Söllner
Kreisliga B2: Siegfried Söllner
Frauen-Bezirksliga und -Kreisliga:
Reinhold Petersik

Eintrittspreise werden erhöht


Beim Staffeltag ist auf Vorschlag von Michael Wülk vom SV Gailenkirchen beschlossen worden, die Eintrittspreise zu den Amateurfußballspielen im Bezirk zu erhöhen. 50 Cent müssen Zuschauer nun mehr zahlen. In der Kreisliga B statt 2,50 Euro nun 3, in der Kreisliga A 3,50 Euro statt 3, in der Bezirksliga 4 Euro statt 3,50. Auch die Sonderpreise für Rentner und Schüler steigen um 50 Cent an. An diese Neuerung sollten sich alle Vereine halten, waren sich die Vereinsvertreter einig. „Wir im Amateurfußball haben uns lange genug zu günstig verkauft“, sagte Bezirksspielleiter Hartmut Megerle.

Damit wurde auch auf eine weitere Neuerung reagiert: Die Spesen für Schiedsrichter seien nämlich um gut 30 Prozent erhöht worden, so Megerle. Die Kilometer­entschädigung bleibt wie bisher bei 30 Cent pro Kilometer. Die neuen Aufwandsentschädigungen sind wie folgt festgelegt worden:
Herren: Oberliga 100 Euro, Verbandsliga 60 Euro, Landesliga 52 Euro, Bezirksliga 40 Euro, Kreisliga A und B 33 Euro, Senioren, Reserven und Freizeit je 26 Euro
Frauen: Oberliga 40 Euro, Verbandsliga 33 Euro, Rest 26 Euro