Die meisten Spieler im Fußball sind bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) angemeldet und versichert. Einige Spieler sind wohl nicht angemeldet, die Beiträge wurden erhöht. Deshalb gab es Streit und Diskussionen. Die VBG-Beiträge, die der Fußball-Oberligist SSV Reutlingen zahlen muss - so munkelt man - liegen zwischen 35 000 und 45 000 Euro.

Sicherheit und Grundbedingung

An der Kreuzeiche muss man sparen. Auch in der neuen Saison 2020/21. Hier könnte ein Sparfaktor eintreten. Oberligisten sind nicht verpflichtet, mit der VBG Verträge abzuschließen, aber für die Spieler ist das eine Sicherheit und Grundbedingung, wenn sie einen Vertrag abschließen.

Spieler wie Dominik Sessa  oder Denis Lübke (beide mit Kreuzbandriss) sind froh,  mit der VBG einen Vertrag zu haben. Ohne die VBG würde Lübke nicht mehr spielen, denn mit den normalen Leistungen einer Krankenkasse wäre eine Reha nicht möglich gewesen.

Streik war kein Thema

So könnte man  eine Menge Geld sparen. Es gab Streit und Diskussionen, sodass laut SSV-Kapitän Pierre Eiberger einige Spieler, die nicht angemeldet sind, nicht zum Training oder Spiel kommen wollten.

Doch das sei kein Streik an der Kreuzeiche gewesen. Die Sache ist vom Tisch, bis Juni 2020 soll sie nicht wieder aufgewärmt werden.

SSV-Sportvorstand Eberhard Spohn sagte, dass man alles pünktlich bezahlt habe. Pierre Eiberger, der im Urlaub in Las Vegas und Prag war, meint: „Bei mir ist die VBG-Mitgliedschaft Bestandteil meines Vertrags, wie bei den meisten Spielern. Ich bestehe und bestand darauf, es war klar, wurde auch bestätigt. Wenn diese gekippt werden würde, wäre es  zu Aktionen gekommen. Das kann nicht sein, denn fast alle Oberligisten sind bei der VBG versichert.“

Das Thema ist nun aber erledigt: Eiberger hat Vertrag bis 2021 beim SSV Reutlingen und ist bei der VBG versichert.

Vergebliche Sparidee

Der SSV Reutlingen Fußball muss sparen und sah hierbei eine Chance über die VBG-Beiträge. Aber die  meisten Spieler wollen nicht auf die VBG verzichten. Mehr als 30 000 Euro wären natürlich eine schöne Sparsumme, die guten medizinischen Behandlungen dank der VBG sind jedoch wichtig und notwendig. Die meisten Spieler sind versichert.

Pierre Eiberger freut sich über personellen Zuwachs an der Kreuzeiche für die Rückrunde: „Ich habe mit Tim Schwaiger oft gesprochen, ihm nahegelegt zurückzukommen. Nun hat es hat geklappt, er hat den VfB Stuttgart II wieder verlassen. Doch Eberhard Spohn sollte bald mit den Verhandlungen beginnen, zuerst mit den zehn Spielern, deren Verträge auslaufen. Wir sollten alle halten, das wäre eine tolle Basis für die Saison 2020/21.“