Angesichts der dynamischen Lageentwicklung bei der Verbreitung des Corona-Virus informieren die drei Fußballverbände Baden, Südbaden und Württemberg ihre rund 1,1 Millionen Mitglieder sowie die fußballinteressierte Öffentlichkeit fortlaufend im Hinblick auf notwendige und aktuelle Präventivmaßnahmen.

Ministerium und behördliche Entscheidungen als Leitbild

Dabei berufen sich die Verbände maßgeblich auf behördliche Entscheidungen, insbesondere auch des  Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.

Ganz im Gegensatz zur DFL (für die beiden Bundesligen zuständig) und zum DFB (von der 3. Liga bis zur Regionalliga zuständig) wird es aber nach der Sitzung vom Mittwoch, 11. März, noch keine Geisterspiele oder Absagen von den Verbänden geben.

Amateur-Spielklassen setzen Spielbetrieb fort

Schließlich wird der Spielbetrieb in den Amateur-Spielklassen bis auf weiteres fortgesetzt. „Vorsorglich und zur Vermeidung von Missverständnissen weisen wir darauf hin, dass die Mitteilung des Ministeriums zwar nicht unmittelbar rechtlich für den Spielbetrieb bindend ist, wir uns aber in Verantwortung für unsere Vereine daran orientieren“, teilt Heiner Baumeister, Abteilungsleiter Kommunikation beim Württembergischen Fußballverband (WFV) mit.

Lokale Behörden entscheiden bei der Oberliga

Für diejenigen Spielklassen mit höherer Zuschauerzahl ab der Oberliga Baden-Württemberg aufwärts gelten für die Durchführung von Sportveranstaltungen die Anordnungen der lokalen Behörden. So gilt vielerorts bereits ein Verbot für größere Veranstaltungen ab 1000 Besuchern. Die Vereine der Oberliga-Baden-Württemberg haben sich heute in enger Abstimmung mit der Spielkommission für den weiteren Saisonverlauf 2019/20 mehrheitlich auf Folgendes verständigt: Bis auf weiteres richten die Heimvereine in der Oberliga Baden-Württemberg ihre Spiele exakt unter den durch die jeweiligen Behörden verfügten Bedingungen aus. Ein genereller Ausschluss von Zuschauern aus den Stadien der Oberliga Baden-Württemberg durch die drei Fußballverbände unabhängig von behördlichen Anordnungen erfolgt nicht.

Bisher weder Absage noch weiteres Geisterspiel in Reutlingen

Im Klartext heißt dies, dass derzeit noch keine Absage des für Samstag im Reutlinger Kreuzeichestadion geplanten Oberligaduells zwischen dem Tabellenviertletzten SSV Reutlingen und dem Ranglistenzweiten 1. Göppinger SV zu vermelden ist. Genauso wenig steht zum jetzigen Zeitpunkt fest, ob die Partie ohne Zuschauer ausgetragen werden muss und somit dem SSV Reutlingen nach dem wegen Zuschauerverfehlungen erteilten Geisterspiel gegen den 1. FC Rielasingen-Arlen postwendend das nächste Heimspiel ohne Besucher ins Haus stehen würde. Die Entscheidung darüber hätte nach der WFV-Mitteilung alleine die Stadt Reutlingen als Eigentümer des Kreuzeichestadions zu fällen.