Fußball-EM 2024: Diese Mega-Talente müssen die Fans kennen

Jude Bellingham (Real Madrid) ist nicht nur im Verein extrem wichtig, sondern auch für die englische Nationalmannschaft eine wichtige Stammkraft.
Manu Fernandez/dpaSeit der Europameisterschaft 2016 vergibt die UEFA den "Young Player of the Tournament" Award, eine Auszeichnung für den besten jungen Spieler des Turniers. Renato Sanches (Portugal) wurde als Erstes mit dem Award ausgezeichnet. Bei der EM vor drei Jahren gewann Barcelona-Juwel Pedri (Spanien) die neue Auszeichnung. Es kommen alle Spieler infrage, die höchstens 22 Jahre alt sind. Sie müssen also am oder nach dem 1. Januar 2002 geboren sein. Bei der Wahl werden die Leistungen während des gesamten Turniers berücksichtigt. Dabei geht es sowohl um die individuellen Leistungen als auch die Performance und den Einfluss auf die eigene Mannschaft. Zudem wird ebenfalls eine respektvolle Spielweise berücksichtigt. Welche Spieler könnten den Award bei der EM 2024 gewinnen?
Alle Informationen zu den besten Nachwuchsspielern der EM 2024.
Fußball-EM 2024: Zehn Nachwuchsspieler im Fokus
Lamine Yamal (Spanien, FC Barcelona)
Mit gerade einmal 16 Jahren hat sich Lamine Yamal in die Startelf des FC Barcelona gespielt. Der junge Rechtsaußen kommt aus der eigenen Jugend "La Masia" und setzte sich unter Trainer Xavi bei den Katalanen durch. Yamal gab bereits im September 2023 im EM-Quali Spiel gegen Georgien sein Debüt für die spanische Nationalmannschaft und traf direkt. Im jungen spanischen Team könnte er nochmal herausstechen.
Jamal Musiala (Deutschland, FC Bayern München)
Jamal Musiala ist einer der Hoffnungsträger in der deutschen Nationalmannschaft. Auch beim FC Bayern München ist der offensive Mittelfeldspieler gesetzt. Bei der Europameisterschaft im eigenen Land gehört Musiala zu den besten Spielern des Turniers. Seine schwungvollen Dribblings und schnellen Tempoläufe werden für die DFB-Elf extrem wichtig werden. Zuletzt hatte Musiala mit mehreren Blessuren zu kämpfen, bei der EM sollte er aber wieder fit sein.
Warren Zaïre-Emery (Frankreich, Paris Saint-Germain)
Paris Saint-Germain wollte nach der Messi und Neymar Ära verstärkt mehr auf Talente und die eigene Jugend setzten. Teil dieses neuen Kurses ist Warren Zaïre-Emery. Der 18-jährige Franzose kommt aus der PSG-Jugend und hat sich in dieser Saison im Mittelfeld des französischen Meisters fest gespielt. Unter Didier Deschamps gab Zaïre-Emery im vergangenen November sein Debüt in der Nationalmannschaft. Bei einem der Titelfavoriten könnte der junge Franzose das Mittelfeld prägen.
Xavi Simons (Niederlande, RB Leipzig)
Ebenfalls aus der PSG-Jugend kommt Xavi Simons. Der 21-jährige Niederländer wurde vor der Saison von Paris Saint-Germain an RB Leipzig ausgeliehen. Bei den Sachsen entwickelte sich Simons zu einem der besten Spieler der Bundesliga. Alleine im deutschen Oberhaus legte er 20 Scorer auf und war im offensiven Mittelfeld von RB gesetzt. Der dribbelstarke Angreifer lässt regelmäßig seine Gegner stehen, doch in seiner Heimat wurde er für seine Auftritte in der Nationalmannschaft kritisiert. Dennoch könnte Simons ein wichtiger Bestandteil im Team der "Oranje" werden.
Cole Palmer (England, FC Chelsea)
Keiner hatte Cole Palmer vor dieser Saison als einen der besten Spieler der Premier League auf dem Zettel. Doch der 22-jährige Engländer konnte nach seinem Wechsel von Manchester City zum FC Chelsea überzeugen. Er entwickelte sich bei den Londonern zum Leistungsträger und verbuchte 30 Scorer für die "Blues" in der Premier League. Er ist einer von acht Spielern, die als "Player of the Season" der Premier League nominiert wurden. Im vergangenen November feierte Palmer zudem sein Debüt in der Nationalmannschaft. Mit Jude Bellingham, Saka und Phil Foden hat der 22-Jährige zwar große Konkurrenz im Mittelfeld, könnte aber dennoch wichtiger Faktor im Team der "Three Lions" werden.
Eduardo Camavinga (Frankreich, Real Madrid)
In seiner dritten Saison gehört Eduardo Camavinga zum Stammpersonal im Mittelfeld vom spanischen Meister Real Madrid. In der Zentrale der "Königlichen" ist er meistens für die defensive Arbeit zuständig. Mit 21 Jahren ist Camavinga zudem fester Bestandteil der französischen Nationalmannschaft. Bereits bei der WM 2022 in Katar war er im Kader der "Équipe Tricolore". Damals kam er nur zweimal zum Einsatz. Das sollte sich bei der EM 2024 ändern. Unter Didier Deschamps war Camavinga zuletzt Stammkraft im Mittelfeld.
António Silva (Portugal, Benfica Lissabon)
António Silva ist das nächste Toptalent aus den Reihen von Benfica Lissabon. Der portugiesische Rekordmeister ist für seine hervorragende Jugendarbeit bekannt. Silva ist mit 20 Jahren in der Innenverteidigung von Benfica gesetzt. Auch in der portugiesischen Nationalmannschaft vertraut man dem jungen Abwehrmann in der Innenverteidigung. Bereits bei der WM 2022 war Silva nominiert und bestritt ein Spiel gegen Südkorea. Bei der EM könnte er nun gesetzt sein in der portugiesischen Abwehr.
Jérémy Doku (Belgien, Manchester City)
60 Millionen Euro Ablöse hat sich Manchester City das belgische Toptalent Jérémy Doku vor der Saison kosten lassen. Der 21-Jährige kommt aus der Jugend des RSC Anderlecht und zeigte gute Leistungen im Trikot von Stade Rennes. Doku konnte diese Leistungen auch bei Manchester City bestätigen und stand mehrmals in der Startelf der "Skyblues". Bereits seit 2020 ist der Linksaußen Teil der belgischen Nationalmannschaft. Bereits bei der EM 2021 und bei der WM 2022 wurde Doku nominiert, kam aber nur zu vereinzelten Einsätzen. Das sollte sich in diesem Jahr ändern. Der 21-Jährige gehört zum Stammpersonal unter Trainer Domenico Tedesco.
Florian Wirtz (Deutschland, Bayer 04 Leverkusen)
Florian Wirtz ist aktuell in bestechender Form. Mit knapp 40 Scorern hat der 21-Jährige maßgeblichen Anteil an der ersten deutschen Meisterschaft von Bayer 04 Leverkusen. In der deutschen Nationalmannschaft ist der offensive Mittelfeldspieler ebenfalls gesetzter Leistungsträger unter Bundestrainer Julian Nagelsmann. Bei der Heim-EM soll Wirtz eine wichtige Rolle im DFB-Team spielen.
Jude Bellingham (England, Real Madrid)
Jude Bellingham ist mit gerade einmal 20 Jahren einer der besten Fußballspieler der Welt. Am Ende der Europameisterschaft könnte er genauso gut als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet werden. Bei Real Madrid ist Bellingham einer der größten Stars auf dem Platz. Im offensive Mittelfeld war er für mehr als 30 Scorer zuständig und hat großen Anteil an der spanischen Meisterschaft sowie dem Einzug in das Finale der Champions League. Bei der englischen Nationalmannschaft ist Bellingham seit Jahren gesetzt. Nun will er mit den "Three Lions" den ersten EM-Titel gewinnen.
Fußball-EM 2024: Auch auf diese Namen sollte man achten
Neben diesen zehn Spieler gibt es einige weitere Talente, die sich bei der Europameisterschaft präsentieren wollen. Einer von ihnen ist der Preisträger von der vergangenen EM Pedri (FC Barcelona). Der 21-Jährige könnte den Award bereits zum zweiten Mal gewinnen. Auch Nationalmannschaftskollege Nico Williams (Athletic Bilbao) konnte in der La Liga überzeugen und könnte für Spanien wichtig werden. Defensiv liegt der Fokus auf Kroatiens Josko Gvardiol (Manchester City) und Italiens Giorgio Scalvini (Atalanta Bergamo). Beide sind im jungen Alter in der Innenverteidigung gesetzt. Mit Dänemarks Rasmus Højlund und Englands Kobbie Mainoo stellt Manchester United zwei junge Talente bei der kommenden EM. Kenan Yıldız (Juventus Turin) könnte für die Türkei ebenfalls zum wichtigen Faktor werden. Der gebürtige Regensburger setzte sich in dieser Saison im Team von Juventus Turin durch.
Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland
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