Früherer FIFA-Präsident: Blatter zu Infantino: „Glaubwürdigkeit lässt sich nicht kaufen“

Der frühere FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hält seinen Nachfolger Gianni Infantino für unglaubwürdig (Archivfoto).
IMAGO/imago sportfotodienst- Blatter kritisiert Infantino scharf und nennt ihn unglaubwürdig.
- Er verspottet dessen Auftritt in Zürich mit Anspielungen auf Beichte und Ablass.
- Infantino bat dort um Entschuldigung, ließ wichtige Fragen offen und rief zur Einheit auf.
- FIFA plant einen Entwicklungsfonds von 6,35 Mrd. US-Dollar für 211 Verbände.
- Pro Verband wären im nächsten Vierjahreszyklus rund 25 Mio. US-Dollar vorgesehen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der frühere FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hält seinen Nachfolger Gianni Infantino für unglaubwürdig und hat dessen jüngste Äußerungen mit beißender Ironie kommentiert. „Gianni Infantino, der Größte! Ein wahrhaft bemerkenswerter Auftritt in Zürich: Infantino, offenbar ein guter Katholik, beichtet erst seine Sünden und verspricht dann 25 Millionen“, schrieb der 90 Jahre alte Blatter bei X: „Beichte, Ablass und Absolution in einem einzigen Auftritt! Der Papst dürfte Freude haben.“
Infantino hatte bei der mit Spannung erwarteten Council-Sitzung des Fußball-Weltverbandes am Donnerstag um Entschuldigung gebeten, aber wichtige Fragen offengelassen. Er rief in der Sitzung zur Einheit auf und bekräftigte, dass Fußball für alle und überall da sei. Der FIFA-Präsident war infolge seines gescheiterten Investorenvorhabens massiv unter Druck geraten.
Die FIFA bestätigte, dass ein sogenannter Entwicklungsfonds für die 211 Mitgliedsverbände in Höhe von 6,35 Milliarden US-Dollar aus ihren Rücklagen eingerichtet und bei der Sitzung im Dezember finalisiert werden soll. Im nächsten Vierjahreszyklus erhielte jeder Mitgliedsverband damit rund 25 Millionen US-Dollar (etwa 22 Millionen Euro), bisher waren es zehn Millionen US-Dollar. Eine ähnliche Forderung hatte zuvor unter anderem die UEFA gestellt.
Blatter hält das Vorgehen Infantinos für durchschaubar. „Im Fußball gilt wie in der Kirche: Glaubwürdigkeit lässt sich nicht erkaufen“, schrieb der Schweizer.