Frauen-WM Übertragung gesichert: ARD und ZDF erzielen mit FIFA Einigung im TV-Poker

Erleichterung bei den Fans und Spielerinnen um Alexandra Popp. Die Frauen-WM 2023 in Australien und Neuseeland wird in den öffentlich-rechtlichen Sendern zu sehen sein.
Sebastian Christoph Gollnow/dpaEs ist offiziell! ARD und ZDF übertragen die bevorstehende Frauenfußball-WM in Australien und Neuseeland (20. Juli bis 20. August). Nach monatelangen Verhandlungen um die Übertragungsrechte einigten sich die Europäische Rundfunkunion (EBU) und der Weltverband FIFA unter der Leitung von Präsident Gianni Infantino. Es wurden keine finanziellen Einzelheiten des Deals bekannt gegeben. Die Europäische Rundfunkunion (EBU) und die FIFA haben sich darauf geeinigt, die „Big Five“ - Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien - in den bestehenden Vertrag für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2023 einzubeziehen.
Das sagen Infantino, Neuendorf und Voss-Tecklenburg zum abgewendeten TV-Blackout
- Gianni Infantino (FIFA-Präsident): „Die FIFA freut sich über die Erweiterung des Vertrags mit der Europäischen Rundfunkunion, womit die Frauen-Weltmeisterschaft nun auch in den fünf größten Märkten ihres Netzwerks - Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien - sowie in der Ukraine übertragen wird und das Turnier größtmögliche Präsenz erhält.“
- Bernd Neuendorf (DFB-Präsident): „Ich freue mich über die Einigung zwischen der FIFA und der EBU, in deren Folge eine breite Sichtbarkeit der Frauen-WM in ARD und ZDF möglich sein wird. Ein Blackout konnte verhindert werden. Dies ist für die weitere Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland von enormer Bedeutung. Ich habe in den vergangenen Wochen sowohl bei der FIFA als auch bei den Sendeanstalten immer wieder für die Übertragung der WM geworben. Es war ein guter und vertrauensvoller Dialog. Ich danke allen Beteiligten - insbesondere WDR-Intendant Tom Buhrow - für ihr Engagement und ihr lösungsorientiertes Handeln.“
- Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg: „Ich bin einfach nur erleichtert, dass unsere WM-Spiele im deutschen TV sichtbar sein werden. Ich danke allen Beteiligten, dass im Sinne der Entwicklung des Frauenfußballs, der Sichtbarkeit, der Millionen Fans und der sportlichen Wertigkeit des Turniers nun eine Einigung gefunden wurde. Jetzt können wir mit noch mehr Schwung und positiver Energie in die Vorbereitung und in die Weltmeisterschaft gehen.“

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg befindet sich mit ihren Team auf die Vorbereitung für die Frauen-WM 2023.
Jürgen Kessler/dpaAlle Stadien und Spielorte in Australien und Neuseeland
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