DFB-Pokal: 1:3 gegen Lautern: Herthas Traum ist schon wieder geplatzt

Lauterns Jan Elvedi bejubelt seinen Treffer zum 1:0.
Soeren Stache/dpaDer Traum vom Heimtriumph ist geplatzt, die Berliner Sehnsucht bleibt unerfüllt. Im ausverkauften Olympiastadion hat Hertha BSC am Mittwochabend das Viertelfinale im DFB-Pokal gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 1:3 (0:2) verloren. Während die Berliner das bittere Aus im Zweitligaduell verdauen müssen, hofft der FCK auf den dritten Pokalsieg. Nur noch ein Sieg fehlt zur Rückkehr ins „deutsche Wembley“ am 25. Mai.
Jan Elvedi (5.), Richmond Tachie (38.) und Filip Kaloc (69.) schossen den verdienten Sieg der Gäste heraus, der eingewechselte Fabian Reese traf spät für die Hertha (90.+1).
Erstmals in dieser Saison waren zu einem Spiel der Hertha 74 475 Zuschauer gekommen, aus der Pfalz waren 10 000 Fans angereist – zu großen Teilen in Sonderzügen. Erinnerungen wurden wach an Zeiten, als sich beide Klubs regelmäßig in der Bundesliga begegneten und Kaisersluatern 1990 und 1996 in Berlin den DFB-Pokal holte.
Die Gegenwart in der 2. Liga ist trüb. Umso größer war die Vorfreude auf das Pokalduell. Auf dem Spiel stand eine Finanzspritze von 3,5 Millionen Euro für den Einzug ins Halbfinale und die Aussicht, die Erfolgsgeschichte im Frühjahr mit einem unerwarteten Titel zu krönen. Immerhin ist die Konkurrenz ausgedünnt, die Bayern, der BVB und Leipzig sind schon ausgeschieden.
Dafür steht Fortuna Düsseldorf unter den Top vier. Zwischen Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart, sowie dem Drittligisten 1. FC Saarbrücken und Borussia Mönchengladbach werden in der kommenden Woche die weiteren Halbfinalisten ermittelt.
Kaiserslautern war alles in allem zielstrebiger. Elvedi überwand den von Hertha-Trainer Pal Dardai überraschend im Tor aufgebotenen Marius Gersbeck früh. Tachie erhöhte kurz vor der Pause und feierte seinen Treffer mit einem Flickflack. Nach dem Wechsel drückten die Berliner, die Gäste lauerten auf Konter und nutzten einen katastrophalen Fehlpass des eingewechselten Andreas Bouchalakis zum entscheidenden 3:0. Fabian Reeses Tor in der Nachspielzeit kam für die Hertha zu spät.