Bundesliga: VfB Stuttgart nach Sieg gegen Gladbach dank Guirassy noch Vizemeister

Stuttgarts Serhou Guirassy trägt eine Brille auf der "Champions League" steht.
Tom Weller/dpaDank des erneut herausragenden Torjägers Serhou Guirassy hat der VfB Stuttgart seine beeindruckende Saison mit der Vizemeisterschaft gekrönt. Die Schwaben setzten sich am Samstag mit 4:0 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach durch und stellten dabei einen weiteren Vereinsrekord auf. Nach zwei Beinahe-Abstiegen in Folge sammelte Stuttgart in dieser Saison beeindruckende 73 Punkte — mehr als je zuvor in einer Bundesliga-Saison.
Bayern patzt in Hoffenheim
Da der FC Bayern im Fernduell patzte und bei der TSG 1899 Hoffenheim mit 2:4 verlor, zog der VfB in der Tabelle an den Münchnern vorbei und sicherte sich den zweiten Platz. Nach einem herausragenden Jahr, das von der Abstiegsrelegation bis in die Champions League führte, steht dem Team von Trainer Sebastian Hoeneß nun auch die Teilnahme am Supercup bevor. Voraussetzung dafür ist, dass Meister Bayer Leverkusen kommenden Samstag das DFB-Pokalfinale gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern gewinnt.
„Nach all der Scheiße geht's auf die Reise — Stuttgart international“ war auf einer großen Choreografie in der Fankurve zu lesen. Die VfB-Profis übertrugen die Euphorie der Fans direkt aufs Spielfeld. Guirassy erzielte nach einer präzisen Hereingabe von Enzo Millot per Kopf das 1:0 (23. Minute). Kurz darauf traf der Guineer mit einem Flachschuss aus der Drehung den rechten Innenpfosten, von dort sprang der Ball zum 2:0 ins Netz (31.). Damit erhöhte Guirassy sein Torkonto in dieser Saison auf 28 Treffer. Das Interesse anderer Clubs an dem 28-Jährigen dürfte weiter steigen. Die weiteren Tore für Stuttgart erzielten die eingewechselten Woo-yeong Jeong (75.) und Silas (83.).
Enttäuschende Gladbacher
Jamie Leweling (35.) und erneut Guirassy (43.) hätten bereits in der unterhaltsamen ersten Halbzeit fast für den VfB erhöht, trafen aber jeweils nur die Latte. Die Spielfreude der Schwaben war deutlich zu spüren, insbesondere bei den fünf Spielern — Torwart Alexander Nübel, Kapitän Waldemar Anton, Außenverteidiger Maximilian Mittelstädt, Flügelspieler Chris Führich und Stürmer Deniz Undav —, die es in den vorläufigen deutschen EM-Kader geschafft haben.
Für Borussia Mönchengladbach endete eine enttäuschende Saison mit nur 34 Punkten — weniger waren es zuletzt vor 15 Jahren (31). Zwar intensivierten die Gäste, bei denen der formstarke Robin Hack verletzt fehlte, ihre Offensivbemühungen kurz nach der Halbzeit, konnten jedoch keinen wirklichen Druck aufbauen. Der VfB verwaltete das Ergebnis vor 60.000 Zuschauern zunächst, um dann zweimal nachzulegen. Eine gute Viertelstunde vor Schluss traf Jeong per Flachschuss ins linke Eck zum 3:0, kurz darauf erhöhte Silas auf 4:0. Als das Ergebnis des Parallelspiels zwischen Hoffenheim und Bayern bekannt wurde, kochte die Stimmung im Stadion endgültig über.