Biathlon-Weltcup 2023/24: Die wichtigsten Änderungen zum Saisonauftakt

ARCHIV - 18.02.2023, Thüringen, Oberhof: Biathlon: Weltmeisterschaft, Staffel 4 x 6 km, Frauen. Denise Herrmann-Wick (l) aus Deutschland und Lisa Vittozzi (r) aus Italien am Schießstand in der Lotto Thüringen Arena am Rennsteig. Herrmann-Wick, Fünfte der Weltcup-Gesamtwertung, will in Nove Mesto näher an die drittplatzierte Vittozzi heranrücken. (zu dpa: «Biathletin Herrmann-Wick geht «gut erholt» ins letzte Saisondrittel») Foto: Martin Schutt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Martin SchuttAn diesem Samstag, dem 25. November 2023, beginnt im schwedischen Östersund die 47. Saison im Biathlon-Weltcup. Im Biathlon-Kalender stehen insgesamt neun Stationen sowie die Weltmeisterschaften im Februar in Nove Mesto auf dem Plan. Ab dem 14. März steigt dann das spannende Saisonfinale im kanadischen Canmore.
Bevor die neue Saison allerdings startet, sollten Biathlon-Fans über einige wichtige Änderungen und Regelverschärfungen Bescheid wissen.
Übertragungsrechte nach wie vor bei ARD und ZDF
Die wohl wichtigste Info für alle Biathlon-Fans zuerst: An der Übertragung im TV ändert sich in dieser Weltcup-Saison nichts. Nach wie vor wechseln sich die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF ab. Den Anfang macht das Erste beim Weltcuprennen in Östersund. Auch Eurosport überträgt weiterhin alle Weltcups.
Änderungen beim Material der Biathleten
Die Übertragungsrechte bleiben zwar gleich – dennoch gibt es in dieser Saison einige Neuerungen. Die erste Änderung betrifft das Material der Biathletinnen und Biathleten. Der Biathlon Weltverband hat für die neue Saison verboten, die Skier mit fluorhaltigem Wachs zu präparieren. Fluor wurde zuvor verwendet, um durch die wasserabweisende Wirkung schneller unterwegs zu sein. Das Mittel ist jedoch nicht nur schädlich für die Umwelt, sondern wird auch als potenziell krebserregend eingestuft. Verwenden Biathleten dennoch fluorhaltiges Wachs, drohen Startverbote oder Disqualifikationen.
Biathlon: Verschärfte Regeln am Schießstand
Die Biathlon-Stars erwarten neben einem Verbot von fluorhaltigem Wachs auch verschärfte Regeln am Schießstand. Die Waffe muss stets unter Kontrolle sein und darf nicht auf sich und auf andere gerichtet werden. Auslöser der Regelverschärfung ist Thierry Langer. Der Belgier hatte im vergangenen Jahr Probleme mit seiner Waffe und blickte in den Lauf seines Gewehrs, um es zu prüfen. Daraufhin verschärfte die IBU die Regeln am Schießstand.
Mixed-Staffel nur noch über 4x6 Kilometer
Die dritte Regeländerung für die kommende Saison betrifft die Mixed-Staffeln. Wechselte die Streckenlänge bislang immer zwischen 4x7,5 Kilometern und 4x6 Kilometern, soll die Mixed-Staffel fortan nur noch über 4x6 Kilometer von der Bühne gehen. So sollen die Kursvorbereitung und die Durchführung des Wettkampfs erleichtert werden.
Erweitertes Startrecht für Gewinner des IBU-Cups
Die letzte Regeländerung betrifft die Gewinner des zweitklassigen IBU-Cups. Nachdem der Sieger des Vorjahres bislang ein persönliches Startrecht für den ersten Weltcup der folgenden Saison erhalten hatte, dürfen die Gewinner des IBU-Cups ab dieser Saison an den ersten zwei Weltcupstationen teilnehmen.
Diese Damen und Herren stehen im deutschen Biathlon-Kader
Die DSV-Athleten wollen in der Saison 2023/24 wieder näher an die Weltspitze herankommen. Bei den Herren stehen acht Athleten im deutschen Kader. Die Damen haben ebenfalls acht Athletinnen in ihrem Kader. Jedoch werden nicht alle Athleten beim Weltcup zum Einsatz kommen. Die Trainer entscheiden von Weltcup zu Weltcup, wer es in das Team schafft. Der deutsche Kader der Damen und Herren im Überblick.
