Die perfekten Comeback-Auftritte von Thomas Müller und Serge Gnabry rückten sogar die nächste Tor-Bestmarke von Rekordjäger Robert Lewandowski in den Hintergrund. Nach zwei Wochen Zwangspause sorgten Vorlagenkönig Müller und Doppelpacker Gnabry dafür, dass der FC Bayern seine kurze Bundesliga-Tristesse gleich mit einem torreichen 5:1 (2:0) gegen den 1. FC Köln hinter sich lassen konnte. „Es war ein bisschen langweilig zu Hause. Jetzt hat es wieder Spaß gemacht“, sagte der bestens gelaunte Gnabry.
Ohne ihn und Müller gab es in den vergangenen zwei Ligaspielen nur einen Punkt. Rechtzeitig vor dem Fußball-Klassiker gegen Borussia Dortmund am Samstag ist das Duo nun zurück. Nach personell kniffligen Wochen des Tabellenführers freut sich Trainer Hansi Flick, dass nach dem erstmals wieder über 90 Minuten aufgebotenen Leon Goretzka zwei weitere Leistungsträger zurück sind. „Sie waren sehr wertvoll als Einwechselspieler“, sagte der 56-Jährige, der nach dem Pokal-Aus nun mehr Trainingsmöglichkeiten hat. „Jetzt haben wir eine Woche Zeit, um beide nochmal näher ranzubringen. Wir sind happy, dass das Ganze so gut verlaufen ist.“

Meister hinten etwas wacklig

„Wir haben in zwei Spielen den Vorsprung leider ein bisschen verspielt“, erinnerte Gnabry an das 3:3 gegen Bielefeld und das 1:2 in Frankfurt. „Wir wollen jetzt wieder jedes Spiel gewinnen und am Ende Meister werden.“
Das klare 5:1 durch den Münchner Liga-Premierentreffer von Eric Maxim Choupo-Moting, der auf dem Flügel spielte, und die Doppelpacks von Gnabry und Lewandowski drückten die offensive Überlegenheit aus. Nicht aber, dass es auch etwas wacklig zuging. Dem 1:2 von Ellyes Skhiri gegen eine kollektiv patzende Bayern-Abwehr folgte beim Stand von 1:3 ein Pfostentreffer von Dominick Drexler, der Manuel Neuer außerhalb des Strafraums den Ball abgeluchst hatte.
Der FC Bayern sei „das Nonplusultra aktuell im Vereinsfußball, vielleicht in der ganzen Welt gesehen“, sagte Köln Trainer Markus Gisdol. Das liegt auch an Weltfußballer Lewandowski. 28 Tore nach 23 Spielen lautet der Bestwert nun bei der Jagd auf den 40-Tore-Rekord von Gerd Müller. Zum Mann des Spiels kürte Trainer Flick jedoch den dreifachen Vorbereiter Leon Goretzka.