Bayern München gegen Paris St. Germain
: Aus und vorbei! Die Bayern verpassen das Finale

Der deutsche Meister muss sich im Halbfinal-Rückspiel gegen Paris St. Germain mit einem 1:1 begnügen und scheidet aus. PSG trifft im Champions-League-Endspiel auf Arsenal London.
Von
Carsten Muth
Ulm
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Packende Duelle:  Bayerns Josip Stanisic (links) und Jonathan Tah nehmen Désiré Doué (Paris Saint-Germain) in die Zange.

Sven Hoppe/dpa
  • Bayern verpasst das Champions-League-Finale nach 1:1 gegen Paris St. Germain.
  • Nach 4:5 im Hinspiel reichte das Remis nicht. PSG trifft am 30. Mai in Budapest auf Arsenal.
  • Dembélé traf früh zum 0:1, Neuer parierte mehrfach stark. Kane glich in der Nachspielzeit aus.
  • Bayern drängte lange, fand aber selten präzise Abschlüsse. PSG verteidigte zunehmend kompakt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der FC Bayern München hat das Finale der Fußball-Champions-League verpasst. Eine Woche nach dem Neun-Tore-Spektakel kam die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany am Mittwochabend gegen Paris St. Germain nicht über 1:1 (0:1) hinaus. Die Bayern konnten damit die knappe 4:5-Niederlage im Hinspiel nicht wettmachen.

Der Titelverteidiger aus der französischen Hauptstadt darf also vom ganz großen Triumph träumen, dem erneuten Gewinn des Henkelpotts. Im Endspiel treffen sie am 30. Mai in Budapest auf Arsenal London. Die Engländer hatten im Halbfinale Atlético Madrid ausgeschaltet.

„Details“ hätten dieses Spiel entscheidend beeinflusst, sagte FCB-Coach hinterher. „Wir hatten unsere Chancen. Es war sehr eng.“ Kompany lobte den Gegner: „Das ist eine überragende Mannschaft.“

Früher Schock

75.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz-Arena waren nach dem packenden Hinspiel mit großen Erwartungen ins Stadion gekommen. Sie sahen erneut eine mitreißende Begegnung zweier Topteams, auch wenn diesmal nicht so viele Treffer zu bestaunen waren.

Die Partie begann genauso spektakulär wie jene vor acht Tagen. Mit einem Doppelpass hebelte PSG die Bayern-Abwehr blitzschnell aus. Khvicha Kvaratskhelia lief Dayot Upamecano davon, der Georgier passte klug nach innen, wo Weltfußballer Ousmane Dembélé völlig freistehend vollstreckte. Der Gast führte mit 1:0. Nach gerade mal drei Minuten. Die kalte Dusche für die Roten.

Bayern-Coach Kompany – vor einer Woche hatte der Belgier wegen einer Gelbsperre nicht an der Seitenlinie stehen dürfen, diesmal durfte er – vertraute im Vergleich zum Hinspiel auf Konrad Laimer, der anstelle von Alfonso Davies hinten links verteidigte. PSG-Trainer Luis Enrique musste auf den verletzten Achraf Hakimi verzichten. Der spanische Europameister Fabian ersetzte den früheren Dortmunder Rechtsverteidiger.

„Wir sind nicht nach München gekommen, um zu verteidigen“, hatte Enrique vor dem Anpfiff gesagt. Etwas anderes hätte dem Spanier wohl auch niemand abgekauft. Schließlich hat er eine Mannschaft geformt, die ähnlich wie die Bayern ihr Heil in der Offensive sucht. Das zeigte PSG von Beginn an auch mit einigen überfallartigen Angriffen.

Die Bayern benötigten eine Weile, bis sie sich von dem Schock erholt hatten. Dann aber marschierten sie nach vorn, bestimmten das Geschehen. Immer wieder liefen die Gastgeber an. Es fehlte jedoch etwas das Glück und auch die Präzision, der letzte Tick. Luis Diaz und Michael Olise zielten jeweils zu hoch (21./28.). Vergeblich forderten die Bayern Elfmeter, als Joao Neves der Ball gegen den Arm geschossen wurde (31.). Auf der Gegenseite parierte Manuel Neuer beim Kopfball von Warren Zaire-Emery (34.) hervorragend. Jamal Musiala vergab die letzte Chance zum Ausgleich vor der Pause (45.). Es war ein intensives und hoch emotionales Spiel.

Kvaratskhelia ein ständiger Unruheherd

Nach Wiederanpfiff ein ähnliches Bild: Die Bayern drängten auf den Ausgleich. Paris agierte abwartender, schaltete bei Ballgewinn schnell um, überbrückte das halbe Spielfeld mit wenigen Pässen. Vor allem Khvicha Kvaratskhelia blieb ein ständiger Gefahrenherd, war kaum zu stoppen. Torwart Neuer bewahrte sein Team bei einem Schuss des Flügelstürmers vor dem 0:2 (57.). Der 40-Jährige war auch gegen Desiré Doué zur Stelle, wehrte dessen Flachschuss toll ab (64.), hatte dann Glück bei einem weiteren Schuss des Stürmers, der nur knapp am Pfosten des FCB-Tore vorbeirauschte (76.).

Bayern-Trainer Kompany reagierte, brachte unter anderem Alphonso Davies für Josip Stanisic, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, und Nickolas Jackson für den müden Jamal Musiala und den jungen Lennart Karl für Dayot Upamecano. Die Spieler des deutschen Meisters gaben alles, es gab für sie allerdings selten ein Durchkommen. Auch deshalb, weil die Aktionen der Münchner immer fahriger wurden. Die Franzosen standen recht sicher und ließen wenig anbrennen.

Während die Pariser Fans die französische Nationalhymne anstimmten, die PSG-Spieler an der Uhr drehten und es bei eigenen Eckbällen und Freistößen gemächlich angehen ließen, verzweifelten die Bayern mehr und mehr. Die Zeit lief der Kompany-Mannschaft langsam, aber sicher davon. Als Lennart Karl noch einmal zum Abschluss kam und der Schuss des 18‑Jährigen geblockt wurde, schwanden die Hoffnungen der Gastgeber, diesem Spiel doch noch eine Wende zu geben, auf ein Minimum. Wenig später traf Harry Kane in der Nachspielzeit zum 1:1 (94.), doch dann war die Partie vorbei – und die Bayern waren ausgeschieden.