Ratiopharm Ulm benötigt zur kommenden Saison einen neuen Trainer. Der bisherige Amtsinhaber Thorsten Leibenath wird den Basketball-Bundesligist allerdings nicht verlassen, sondern nach der laufenden Saison den neugeschaffenen Posten des Sportdirektors übernehmen. Gemeinsam mit Geschäftsführer Dr. Thomas Stoll wird der 43-Jährige in Zukunft für die Kaderplanung verantwortlich sein. Dazu gehört auch die Aufgabe, einen geeigneten Trainer-Nachfolger zu finden. „Das Aufgabenfeld ist mir nicht gänzlich unbekannt“, sagte Leibenath, der bereits in der Vergangenheit bei Spielerverpflichtungen eng mit Stoll zusammengearbeitet hat: „Allerdings ist jetzt halt noch eine Frage hinzugekommen: Wer wird neuer Trainer.“ Ein Nachfolger ist laut Stoll aktuell noch nicht in Sicht. „Wir werden uns bis zum Ende der Saison nach einem geeigneten Kandidaten umschauen.“

Junge Talente aus Europa fördern

Leibenath wird neben seiner Rolle als Sportdirektor auch eine leitende Funktion im Projekt „Top Development“ übernehmen. Gemeinsam mit Ex-Profi Chris Ensminger, der bereits in der Jugendarbeit des Vereins eingebunden ist, will der Verein Basketball-Talente aus ganz Europa nach Ulm locken und am „Orange Campus“ ausbilden. Das neue Nachwuchszentrum des Klubs soll im Juni 2020 fertiggestellt werden. „In erster Linie geht es darum, Spieler für unsere Bundesliga-Mannschaft zu entwickeln“, erklärt Leibenath, der seit 2011 in Ulm ist, und ergänzt: „Idealerweise wollen wir die besten Spieler Europas fördern.“

Mit Leibenath als Trainer ist Ratiopharm Ulm seit 2011 zweimal Vizemeister geworden und stand zweimal im Pokalfinale. Der gebürtige Leverkusener wurde in dieser Zeit zweimal zum Trainer des Jahres der Basketball-Bundesliga gewählt

Das könnte dich auch interessieren: