American Football
: Meister Stuttgart Surge stellt Insolvenzantrag

Titelgewinn, Ausstieg aus der European League of Football - und nun der finanzielle Kollaps. Weil die sportliche Perspektive fehlt, gehen die Stuttgarter einen drastischen Schritt.
Von
dpa
Stuttgart
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Stuttgart Surge: ARCHIV - 07.09.2025, Baden-Württemberg, Stuttgart: American Football: Profiliga ELF, Play-off-Runde, Finale, Stuttgart Surge - Vienna Vikings in der MHP Arena. Stuttgarts Louis Geyer (l) reagiert nach seinem Touchdown mit Teamkollegen. (zu dpa: «Football-Meister Stuttgart Surge stellt Insolvenzantrag») Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Stuttgarter Surge sind nicht mehr zahlungsfähig.

Marijan Murat/dpa
  • Stuttgart Surge, Meister der European League of Football (ELF), hat Insolvenz beantragt.
  • Grund: Fehlende sportliche Perspektive und keine Planungssicherheit für die Zukunft.
  • Ab der nächsten Saison spielt das Team nicht mehr in der ELF, sondern plant Wechsel zur EFA.
  • Ob die neue Liga tatsächlich entsteht, ist ungewiss – keine festen Verträge vorhanden.
  • Geschäftsführer Suni Musa: Keine Grundlage für Sponsoren-Abmachungen, daher Insolvenzantrag.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Footballer von Stuttgart Surge stehen vor dem finanziellen Aus. Der Meister der European League of Football (ELF) hat einen Insolvenzantrag gestellt, wie Geschäftsführer Suni Musa der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. „Wir befinden uns in einem Moment der Zahlungsunfähigkeit“, sagte Musa zuerst der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“. Hauptgrund für den finanziellen Druck auf den Club ist demnach die fehlende sportliche Perspektive.

Die Stuttgarter werden ab der kommenden Saison nicht mehr in der ELF starten, sondern haben sich wie eine Reihe anderer deutscher Teams der Konkurrenz-Vereinigung European Football Alliance (EFA) angeschlossen. Ob tatsächlich eine neue Liga zustande kommt, ist allerdings unklar.

Keinerlei Planungssicherheit

„Es existiert derzeit, was den Spielbetrieb für 2026 angeht, nichts Fixes und auch keine schriftliche Vereinbarung“, erklärte Musa. „Es gibt keine verbindlichen Verträge mit irgendeiner Liga, auf die man bauen kann. Und somit keine Grundlage für Abmachungen mit unseren Sponsoren und Dienstleistern.“ Er könne „derzeit niemandem guten Gewissens versprechen, dass sich alles schon irgendwie klären wird“, so Musa weiter. „Deshalb haben wir keine andere Wahl, als Insolvenz zu beantragen - auch wenn es diese Region nicht verdient hat, kein hochklassiges Football-Team mehr zu haben.“