24 Strafbefehle beantragt
: Geldwäsche-Verdacht gegen Pforzheimer Fußballverein

Vor dem Abflug in die Türkei werden Pforzheimer Fußballer mit viel Bargeld gestoppt. Nun beantragt die Staatsanwaltschaft Strafbefehle gegen Spieler und Vorstände. Was sie ihnen vorwirft.
Von
dpa
Stuttgart
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Die Staatsanwaltschaft hat 24 Strafbefehle wegen Geldwäsche gegen einen Fußballverein aus Pforzheim beantragt

Marijan Murat/dpa
  • Staatsanwaltschaft beantragt 24 Strafbefehle wegen Geldwäsche gegen Pforzheimer Verein.
  • Die Geldstrafen liegen zwischen 2.000 und 7.700 Euro, bemessen nach 60 bis 80 Tagessätzen.
  • Gegen zwei Klubmanager ist Anklage erhoben: Verdacht auf Hehlerei und Millionen-Gewinne.
  • Spieler wurden im Februar in Stuttgart gestoppt – jeder trug 4.000 bis 9.900 Euro Bargeld.
  • Laut Anklage: gestohlene Edelmetalle im Wert von rund 50 Mio. Euro gekauft und eingeschmolzen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Hehlerei, Geldwäsche, Schmelzöfen im Schwarzwald: Die Vorwürfe gegen einen Fußballverein aus Pforzheim sind heftig – und haben nun ein juristisches Nachspiel für zwei Dutzend Spieler und Vorstände. Die Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben 24 Strafbefehle wegen Geldwäsche beim Amtsgericht Nürtingen beantragt.

Demnach sollen die Fußballer zwischen 2.000 und 7.700 Euro Geldstrafe zahlen. Das entspricht 60 bis 80 Tagessätzen, deren Höhe sich jeweils nach dem Einkommen richtet. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

Anklage gegen zwei Manager

Gegen zwei Klubmanager des Verbandsligisten, die als Chefs einer Hehlerbande gelten sollen, wurde bereits Anklage zum Landgericht Mannheim erhoben. 

Flughafen Stuttgart

Die Spieler waren im Februar am Stuttgarter Flughafen vor dem Abflug in die Türkei gestoppt worden.

Bernd Weißbrod/dpa

Die Kicker waren im Februar am Stuttgarter Flughafen vor dem Abflug in die Türkei gestoppt worden. Jeder soll zwischen 4.000 und 9.900 Euro Bargeld bei sich getragen haben. Ihre beiden Manager sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit gestohlenen Edelmetallen einen schwunghaften Handel betrieben und einen millionenschweren Gewinn eingefahren haben. Sie vertrauten dabei nach Überzeugung der Ermittler auch auf die Hilfe des Fußballvereins.

50 Millionen Euro im Spiel

Laut Anklage kauften sie hinter der Fassade eines Edelmetallunternehmens gestohlene Materialien im Wert von rund 50 Millionen Euro an, schmolzen sie im Kreis Calw ein und machten sie zu Geld, wie die baden-württembergische Generalstaatsanwaltschaft mitteilte.

Für den Schmuggel sollen die beiden Männer kurz vor dem Check-in für einen Flug nach Antalya (Türkei) den mitwissenden Mitgliedern des inzwischen insolventen Pforzheimer Fußballvereins Briefumschläge mit Geld übergeben haben. „Das Geld sollte nach der Ankunft in der Türkei wieder an die Händler zurückfließen“, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.