Pflanzliche Ernährung
: Was steckt hinter dem veganen Januar?

AnzeigeJanuar – für viele die Zeit, gute Vorsätze zu fassen. Einer, der nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern auch der Umwelt und den Tieren guttut, verbirgt sich hinter der Idee des „Veganuary“.
Von
Saskia Mohr
Ulm
Landwirt Stephan Münch kommt mit seinen Erzeugnissen bis aus Riedlingen auf den Ulmer Wochenmarkt.⇥

Ulm, Wochenmarkt, wieder gewohnte Plätze der Stände und neue Händler

Hier kann man sich einmal quer durch die Gemüse- und Obstlandschaft futtern: Der Ulmer Wochenmarkt. (Foto: Landwirt Stephan Münch kommt mit seinen Erzeugnissen aus Riedlingen auf den Ulmer Wochenmarkt.)

Lars Schwerdtfeger

Der englische Begriff, Veganuary, ist zwar etwas sperrig, doch dahinter verbergen sich noble Absichten. Der Name setzt sich aus „Vegan“ und „January“ zusammen und ruft weltweit dazu auf, den ersten Monat des Jahres komplett pflanzlich zu leben. Keine tierischen Produkte, dafür jede Menge leckere, abwechslungsreiche pflanzliche Gerichte – das ist die Idee. Und keine Sorge: Man muss keine Vorerfahrung haben, um mitzumachen. Die Website „Veganuary“ bietet Tipps, Rezepte und Motivation, die den Einstieg kinderleicht machen.

Wie alles begann: Veganuary wurde 2014 in Großbritannien von der gemeinnützigen Organisation Veganuary ins Leben gerufen. Die Idee war simpel: Menschen weltweit dazu ermutigen, den Januar ohne tierische Produkte zu verbringen, um das Bewusstsein für die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung zu stärken. Was als kleine Initiative begann, ist heute eine weltweite Bewegung: Jahr für Jahr nehmen Hunderttausende Menschen aus allen Ländern daran teil.

Positive Wirkung der pflanzlichen Ernährung

Warum Veganuary? Zahlreiche Studien zeigen, dass eine pflanzliche Ernährung positive Effekte auf Herz-Kreislauf-Gesundheit, Gewicht und Wohlbefinden haben kann. Außerdem ist sie ein echter Gewinn für die Umwelt: Weniger Fleisch- und Milchprodukte bedeuten weniger CO₂-Ausstoß, weniger Wasserverbrauch und weniger Abholzung. Und nicht zuletzt unterstützt man damit auch den Tierschutz. Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung.

Doch Veganuary steht nicht für Verzicht, sondern für eine Bereicherung: Wer mitmacht, lernt neue Zutaten kennen, experimentiert mit kreativen Rezepten und entdeckt schnell, wie vielfältig und lecker pflanzliches Essen sein kann. Von würzigen Currys über cremige Pasta bis zu süßen, veganen Desserts: Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Und das Beste? Du bist nicht allein. Weltweit nehmen Hunderttausende am Veganuary teil und tauschen Erfahrungen, Rezepte und Tipps in Communitys und sozialen Netzwerken aus. Motivation garantiert!

Wer also Lust hat, das neue Jahr frisch, bewusst und lecker zu starten, sollte über den Veganuary nachdenken. Klein starten, Neues entdecken und neugierig bleiben: Vielleicht gibt es ja ein neues Lieblingsgericht, das einen das ganze Jahr begleiten wird.

Kleiner Tipp zum Start: Milch in Kaffee oder Müsli gegen Hafer- oder Mandelmilch tauschen, ein veganes Frühstücks-Smoothie-Rezept testen oder einfach erstmal das Lieblingsgericht einmal die Woche durch eine pflanzliche Variante ersetzen. Denn: Schritt für Schritt geht alles leichter.