Gartenlust Blaubeuren: Die Natur im jährlichen Wandel
Wenn am Morgen Tau auf dem Rasen liegt, die Netze der Spinnen im zarten Sonnenlicht glitzern und dieser besondere Duft in der Luft liegt, dann spürt man: Der Herbst ist nicht mehr weit.
Zeit für wichtige Arbeiten und Schutz der Vögel
Im Herbst gibt der Garten nochmal alles: Die Blätter an Bäumen und Sträuchern leuchten in den schönsten Farben, bevor sie sanft zu Boden gleiten, Äpfel und Birnen reifen und Herbstastern, Heidekraut, Fetthenne oder Chrysanthemen stehen jetzt in voller Blüte. Blüte ist dabei ein gutes Stichwort: Wer sich im kommenden Frühling über Tulpen und Co. freuen möchte, der kann dafür schon im Herbst sorgen. Denn jetzt ist ein guter Zeitpunkt zum Stecken von Blumenzwiebeln.
Auch Hecken können im Herbst wieder gut zurückgeschnitten werden. Aber Achtung: Bis zum 30. September dürfen Hecken und Sträucher nicht radikal zurückgeschnitten oder herausgerissen werden. Grund dafür ist der Schutz brütender Vögel. Auch für die Pflanzen selbst ist es besser, wenn man einen umfassenden Rückschnitt, das sogenannte „auf den Stock setzen“, zwischen Oktober und Februar erledigt.
Nun wird wieder gepflanzt
Ob Stauden, Sträucher, Bäume oder Hecken: Der Herbst ist eine ideale Pflanz- und Umpflanzzeit. Das hat zwei Gründe: Zum einen ist der Boden nach dem Sommer noch warm genug, damit die neuen Pflanzen Wurzeln ausbilden können und so im Winter nicht kaputtgehen. Zum anderen ist der Boden im Herbst feuchter als im Frühling. Somit muss man nicht so oft gießen.
September und Oktober, wenn der Rasen noch nicht gefroren ist, ist außerdem der beste Zeitpunkt für eine Herbstdüngung. Es gibt spezielle Herbstmischungen mit einem hohen Anteil an Kalium. Dieses stärkt die Gräser gegen Frost, Trockenheit und Krankheiten. So kann der Rasen neue Kräfte sammeln und im neuen Jahr wieder loslegen.⇥⇥as
Der Altweibersommer
Der Altweibersommer bezeichnet eine mehrtägige bis mehrwöchige Periode mit nochmals warmem, sonnigem und meist trockenem Wetter im Frühherbst, typischerweise im September oder frühen Oktober. Charakteristisch sind oft klare Tage, kühle Nächte und morgendlicher Nebel.
Rund um den Altweibersommer gibt es mehrere Volksglauben und Deutungen:
In manchen regionalen Überlieferungen wurde diese Zeit mit Übergängen zwischen Sommer und Herbst verbunden – also mit einer Art „Schwellenzeit“, die als besonders geheimnisvoll galt.
Quellen: Duden, DWD

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