Der Fachmann Blaubeuren: Wer am falschen Ende spart, zahlt oft mehr

Arbeiten am Haus sind oft komplex – dann solte der Profi ran.⇥ Foto: Kai Remmers/dpa-mag
Kai RemmersZwei linke Hände können teuer werden, weil man oft auf Handwerker angewiesen ist. Doch auch wer gern selbst anpackt, sollte gut abwägen: Zwar sind Handwerkszeug und moderne Technik längst nicht mehr nur Fachleuten vorbehalten. Denn auch Bau- und Heimwerkermärkte bieten Hobbyhandwerkern ein riesiges Angebot. Dennoch ist es oft sinnvoller, einen Profi zu beauftragen – besonders dann, wenn Termine eingehalten werden müssen. In der Regel arbeitet der Fachmann schneller und zielgerichteter als der Laie.
Lieber gleich zum Fachmann
Ausgebildete Handwerker verfügen über das Fachwissen und die Erfahrung, um Bau- und Renovierungsprojekte effizient und präzise umzusetzen. Sie kennen die richtigen Techniken und Materialien und erzielen meist ein qualitativ hochwertiges Ergebnis. Viele Betriebe bieten zudem Musterausstellungen und Schauräume an, in denen Kunden verschiedene Möglichkeiten direkt ansehen können. Auch moderne Computeranimationen helfen inzwischen dabei, sich ein realistisches Bild vom geplanten Projekt zu machen.
Auf den ersten Blick erscheint es zwar oft teurer, einen Fachmann zu engagieren. Langfristig kann sich das jedoch auszahlen: Professionell ausgeführte Arbeiten halten größtenteils länger, und es fallen seltener Reparaturen oder Nachbesserungen an. Hinzu kommt, dass viele handwerkliche Tätigkeiten spezielles Wissen erfordern, um sicher ausgeführt zu werden, insbesondere bei elektrischen Anlagen, Wasser oder Gas. Ein Profi weiß, worauf es ankommt, und verringert damit das Risiko von Unfällen und Schäden. Falls dennoch etwas fehlerhaft oder unvollständig ist, haftet in der Regel der ausführende Betrieb. Das schützt vor unerwarteten Zusatzkosten.
Unfallrisiko auf der heimischen Baustelle
In Deutschland ereignet sich etwa alle sechs Sekunden zu Hause oder in der Freizeit ein Unfall – mit teils schweren Folgen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin untersucht seit Jahren Ursachen und Folgen solcher Unfälle, um Wege zur Vermeidung aufzuzeigen. Zu den häufigsten Verletzungen bei Hobbyhandwerkern zählen Schnittwunden, Knochenbrüche und Verbrennungen. Oft sind Stürze von Leitern oder Gerüsten, Schnittverletzungen an Sägen oder Messern sowie Stromschläge die Ursache. Auch im Garten lauern Gefahren: Etwa 200 000 Unfälle passieren dort jedes Jahr, meist durch Stürze oder Ausrutschen.
Viele Unfälle ließen sich durch Sicherheitsvorkehrungen, die richtige Nutzung von Werkzeugen sowie durch Schutzausrüstung wie Handschuhe, Schutzbrille, Sicherheitsschuhe und Helm vermeiden.⇥ab

Anzeige
-
Anzeige
-
Anzeige
-
Anzeige
-
Anzeige
-
Anzeige
-
Anzeige
-