Der Fachmann Blaubeuren
: Muss der Schnee von der Anlage runter?

AnzeigeAuf der Solaranlage liegt eine weiße Decke Schnee – und Sie fragen sich, ob es sich lohnt, die nun abzufegen, um an sonnigen Wintertagen den Ertrag zu erhöhen?
Von
Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung

Das Abfegen von Schnee birgt Unfallgefahr und kann die Module beschädigen. ⇥Foto: Jan Woitas/dpa/dpa-mag

Jan Woitas

Die kurze Antwort: Nein. Zumindest, wenn es nach dem Technikmagazin „c’t“ geht. Das hat sich der Frage in seinem Videoformat „c’t Phasenlage“ auf YouTube gewidmet – und wägt die Gefahren der Reinigung gegenüber dem möglichen Gewinn durch die Reinigung ab. Das Ergebnis: Der finanzielle Nutzen steht in keinem Verhältnis zur Gefährdung.

Denn vereiste und verschneite Dächer sind rutschig: Den Schnee von den Solarmodulen zu fegen, kann also zur gefährlichen Schlitterpartie werden. Außerdem kann man dabei aus Versehen auch noch die empfindlichen Module beschädigen. Demgegenüber sind die Erträge von Photovoltaik-Anlagen im Winter ohnehin sehr gering. Selbst an sonnigen Dezembertagen ohne Schnee erreichen kleine Balkonkraftwerke c’t-Redakteur Jörg Wirtgen zufolge oft nur 0,3 bis maximal 1,0 Kilowattstunden pro Tag. Bei größeren Dachanlagen liegen die Erträge pro Panel demnach bei nur wenigen Kilowattstunden täglich. Was einem an Ertrag an schneereichen Tagen entgeht, ist also nicht besonders viel – und das gefährliche Fegen eher wenig lohnenswert. Und: die Arbeit wird ohnehin durch nur ein paar Millimeter Neuschnee schnell wieder zunichtegemacht. Also lieber auf den Frühling warten. ⇥dpa

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-