Der Fachmann Blaubeuren
: Die Wärmepumpe ist auf dem Vormarsch

AnzeigeErstmals wurden mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft. Die umweltfreundliche Technik spart Kosten, macht unabhängig und wird staatlich gefördert. Zudem tragen sinnvolle Sanierungen und energiesparende Bauweisen dazu bei, dass rund 60 Prozent weniger Emissionen als 1990 ausgestoßen werden.
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Redaktion Sonderthemen
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Die Wärmepumpe gilt als die Technik der Energiewende. ⇥⇥Foto: Franziska Gabbert/dpa-mag

Franziska Gabbert

Experten sind sich einig: Starkregen, Hitzewellen oder Trockenperioden: Die extremen Wetterereignisse, wie sie besonders in den vergangenen Jahren aufgekommen sind, sind Zeugen des Klimawandels.

Der wirksame Klimaschutz sei heute deutlicher denn je mit wirtschaftlicher Modernisierung, geopolitischer Resilienz und gesellschaftlicher Stabilität verbunden. So ist es im Kabinettsbeschluss von 25. März 2026 zu lesen.

Angesichts der weltweit zunehmenden Schäden durch klimabedingte oder durch den Klimawandel verstärkte Extremwetterereignisse würde der Klimaschutz eine dringliche Menschheitsaufgabe darstellen, dessen Erfolg ganz maßgeblich vom entschlossenen Handeln dieser Generation abhängt.

Die gute Nachricht: Der Ausbau der erneuerbaren Energien hat enorm an Fahrt aufgenommen – etwa 55 Prozent des Bruttostromverbrauchs in 2025 konnten durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Die Solarenergie lag bei der Stromerzeugung erstmals vor Erdgas und Braunkohle.

Auch im Heizungsmarkt wurden 2025 erstmals insgesamt mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft – parallel zu einem auch europaweit deutlichen Zuwachs bei dieser Schlüsseltechnologie. Gegenüber 1990 konnten die Emissionen insgesamt um gut 60 Prozent verringert werden. Maßgeblich für die gesunkenen Emissionen 2024 ist ein Rückgang der Strom- und Wärmeerzeugung aus emissionsintensiver Verbrennung von Stein- und Braunkohle. Neben einem generellen Rückgang der inländischen Stromerzeugung wurde die geringere Stromerzeugung aus fossilen Quellen in erster Linie durch den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien ausgeglichen, insbesondere im Bereich der Photovoltaik. Dadurch sind die erneuerbaren Energien mit einem Anteil von rund 57 Prozent der wichtigste Energieträger für die Stromerzeugung in Deutschland.

Der Absatz von Wärmepumpen steigt an

Der Heizungsmarkt war in den letzten Jahren Veränderungen ausgesetzt, die sich auf den Gebäudesektor ausgewirkt haben. Jedoch konnte zuletzt ein spürbarer Anstieg des Absatzes von Wärmepumpen festgestellt werden. Er lag 2025 mit 300.000 erstmals über dem der fossilen Heizungen. Mit der von der Bundesregierung angekündigten Schaffung eines bürokratiearmen Gebäudemodernisierungsgesetzes wird die Basis gelegt, um diesen Trend fortsetzen und zu verstärken. Ein weiterer wichtiger Baustein neben den Absatzzahlen im Heizungsmarkt ist die energetische Sanierung von Gebäuden, die mit der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) vom Bund finanziell gefördert wird. Die BEG bietet sowohl Zuschüsse für Einzelmaßnahmen als auch zinsvergünstigte Kredite mit Tilgungszuschüssen für Komplettsanierungen. Nach Auswertung des Fördergeschehens (zuletzt durchgeführt für das Förderjahr 2023) konnte das gesetzte Ziel bei der Reduzierung von klimaschädlichen Treibhausgasemissionen erneut übertroffen werden. So wurden mit den geförderten Maßnahmen pro Jahr rund 7,5 Terawattstunden Primärenergie und damit etwa 2,2 Millionen Tonnen CO-Äquivalente eingespart. Der größte Teil der Einsparungen (rund 92 Prozent) wird durch Sanierungen mit Einzelmaßnahmen erzielt.⇥pm

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