Sanitärinnung: Kuscheliger Komfort im Bad
Wer neu baut oder sein Haus energetisch saniert, kommt am Thema erneuerbare Energien nicht mehr vorbei. Gefragt sind beispielsweise Wärmepumpen, die einen Großteil der benötigten elektrischen Energie über ein Photovoltaiksystem auf dem Dach geliefert bekommen. Oder Solarthermie, die das Brauchwasser erwärmt und im Winter die Heizung unterstützt. Wichtig ist eine individuelle und detaillierte Planung, denn der energetische Zustand des Gebäudes muss ebenso berücksichtigt werden wie die Leistung der Haustechnik. Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien werden meist mit einer Flächen- beziehungsweise Fußbodenheizung kombiniert, weil deren Vorlauftemperatur deutlich niedriger sein kann als bei herkömmlichen Heizkörpern. Ein weiteres Plus: In Kombination mit einer geeigneten Wärmepumpe kann im Sommer kaltes Wasser durch die Rohre laufen. So entsteht eine umweltfreundliche Flächenkühlung, überhitzte Räume gehören der Vergangenheit an. Ansprechpartner für die Nutzung erneuerbarer Energien ist der Heizungsfachbetrieb. Die Experten planen nicht nur systemübergreifende Installationen, sondern kennen sich auch mit staatlichen Förderungen für energieeffiziente Heizsysteme aus.
Wenn der Fußboden heizt oder kühlt
Fußbodenheizungen bieten gegenüber herkömmlichen Heizkörpern deutliche Vorteile. Als Niedertemperatursystem mit Vorlauftemperaturen um 35 Grad Celsius lässt sich die Fußbodenheizung gut mit modernen Brennwertheizkesseln und Solarkollektoren und perfekt mit Wärmepumpen kombinieren. Bei Wärmepumpen kann über die Fußbodenheizung sogar gekühlt werden, wenn die Anlage entsprechend geplant und ausgeführt worden ist. Die niedrigen Oberflächentemperaturen reduzieren zudem die Staubaufwirbelung beim Heizen. Darüber freuen sich vor allem Allergiker, zumal auch der Verbreitung von Hausstaubmilben, Pilzsporen und Keimen entgegengewirkt wird. Da es die üblichen Raumheizkörper nicht gibt, ist eine Raumgestaltung ohne Einschränkungen möglich.
Auf den Wunschbelag für den Fußboden muss dennoch nicht verzichtet werden, da eine Vielzahl geeigneter Produkte zur Verfügung steht. Wichtig ist die entsprechende Kennzeichnung. Damit die Vorteile wirklich erlebbar werden, muss die Fußbodenheizung vom Fachmann geplant, berechnet und installiert werden. Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima: „Eine individuell abgestimmte Dimensionierung und optimale Einstellungen sind unverzichtbar.“
Der Aufwand lohnt sich, denn je niedriger die Temperatur im Heizungssystem ist, desto effizienter arbeitet die Heizung. Die Möglichkeit, energiesparend zu kühlen, sorgt bei heißen Sommern für zusätzlichen Komfort. ⇥txn

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