Photovoltaik
: Energie, die sich rechnet

AnzeigeDie Wärmepumpe setzt sich zunehmend durch. Fossile Energieträge sind rückläufig.
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Redaktion Sonderthemen
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Die PV-Anlage auf dem Dach spart langfristig Geld. Denn die Sonne liefert Energie zum Nulltarif.⇥Foto: peterschreiber.media /adobe.stock

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Im Jahr 2025 wurden in Deutschland laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft mehr als drei Viertel der neu gebauten Wohnungen mit Wärmepumpen beheizt. Laut einem aktuellen Gutachten des Aachener Energieberatungsunternehmens Consentec könnten Betreiber von Wärmepumpen allein durch einen markt- und netzorientierten Betrieb, je nach Stromtarif, Region und Zeitspanne mehrere hundert Euro pro Jahr sparen.

Parallel zu dieser Entwicklung zeigt sich auch bei der Photovoltaik ein beeindruckendes Wachstum und eine zunehmende Bedeutung für die Stromversorgung. Das auf die Energiewirtschaft spezialisierte Beratungsunternehmen Enervis hat im Auftrag des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) die Auswirkungen von Photovoltaikanlagen auf den Börsenstrompreis analysiert. Die Energieexperten kamen zu dem Ergebnis, dass der Börsenpreis für Strom im letzten Jahr ohne den Beitrag der Solarenergie um durchschnittlich 15 Prozent höher gewesen wäre.

Ein typischer Privathaushalt spart allein durch den bereits bestehenden Solaranteil im Strommix rund 50 Euro im Jahr. „Damit profitieren nicht nur die rund drei Millionen Haushalte mit eigenem Solardach von preiswertem Solarstrom, sondern alle Bürgerinnen und Bürger. Der solare Preisdämpfer an der Strombörse kommt inzwischen auch der Wirtschaft zugute“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar.

PV-Elemente fügen sich optisch ein

Neben der quantitativen Ausweitung der Photovoltaik gewinnen technologische Innovationen an Bedeutung, die eine Integration der Solarmodule in die gebaute Umwelt erleichtern und optisch ansprechender gestalten. Photovoltaikelemente integrieren sich immer mehr in die Gebäudefassade und tragen so zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung bei. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) haben durch neue Technologien wie die Rolle-zu-Rolle-Nano-Imprint-Lithografie Solarmodule entwickelt, die sich nahtlos in Gebäudefassaden einfügen, ohne das Design zu beeinträchtigen. „PV-Module mit Dekoren sind optisch kaum von herkömmlichen Fassadenelementen zu unterscheiden und erreichen – abhängig vom Dekor – eine Leistung von bis zu 80 Prozent der nicht abgedeckten Vergleichs-Module“, erläutert Steffen Günther, Projektleiter am Fraunhofer FEP.

Die Kombination aus technologischer Innovation und Materialforschung sorgt dafür, dass diese Module nicht nur langlebig und wetterbeständig sind, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur ästhetischen Integration von Solarenergie in das Stadtbild leisten können.

Diese Entwicklungen zeigen eindrucksvoll, wie die Energiewende zunehmend in den Alltag und die gebaute Umwelt Einzug hält. Wärmepumpen und Photovoltaik bilden dabei ein starkes Duo: Während Wärmepumpen für eine effiziente und klimafreundliche Wärmeversorgung sorgen, trägt die Solarenergie entscheidend zur Dekarbonisierung der Stromversorgung bei. Zusammen ermöglichen sie nicht nur erhebliche Kosteneinsparungen für Verbraucher und Unternehmen, sondern entlasten auch die Stromnetze und reduzieren die notwendigen Investitionen in teure Infrastrukturmaßnahmen.

Darüber hinaus fördern diese Technologien die regionale Wertschöpfung und schaffen neue Arbeitsplätze in den Bereichen Installation, Wartung und Forschung. Insbesondere der Ausbau von Photovoltaik und die Verbreitung von Wärmepumpen sind wichtige Treiber für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung im Zeichen der Klimaneutralität. Die Integration moderner Steuerungs- und Speichersysteme wird diesen Trend weiter verstärken und die Flexibilität und Effizienz der Energieversorgung erhöhen. ⇥ab

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