Leben und Wohnen im Alter: Mit professioneller Hilfe durch den Alltag

Bei Bedarf kommen Senioren- und Pflegedienste schon am Morgen, um beim Aufstehen zu helfen.⇥Foto: Halfpoint/stock.adobe.com
Halfpoint - stock.adobe.comDas Thema Pflegebedürftigkeit ist wahrlich kein Thema, mit dem man sich gerne auseinandersetzt. Und doch ist es unglaublich wichtig. Nicht nur, weil unsere Gesellschaft immer älter wird, sondern auch, weil es jeden von uns treffen wird, dass er im Alter – in welchem Umfang auch immer – Hilfe und Unterstützung benötigen wird.
Viel Pflege findet zu Hause statt
Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2025 über 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen zu Hause gepflegt. Die Pflegearbeit wird dabei zum einen Teil von Angehörigen, zum anderen Teil von professionellen Pflegediensten übernommen. Wie die Pflege durch das Fachpersonal aussieht, ist ganz unterschiedlich und richtet sich nach individuellen Wünschen und Möglichkeiten. Das Angebot von Pflegediensten und Seniorenhilfen deckt ein großes Feld ab. Es reicht von Hilfe im Haushalt oder im Garten, über Fahrdienstangebote, bis hin zur Körperpflege oder Hilfe bei der Einnahme von Medikamenten. Auch Intensiv- und Palliativpflege gehört zum Angebotsspektrum. Das gilt auch für Tagespflegeeinrichtungen, in denen Menschen für einige Stunden am Tag Zeit verbringen, aber am Abend wieder nach Hause gehen.
Möglichst viel Zeit zu Hause
Möglichst lange und möglichst selbstständig im eigenen zu Hause zu leben, das dürfte wohl der Wunsch der meisten Menschen sein. Professionelle Pflegeangebote machen genau dies möglich. Sie unterstützen Menschen dabei, ihren Alltag so lange wie möglich in der gewohnten Umgebung zu leben und in der Nähe von Familie, Freunden und Bekannten zu leben. Zur Selbstständigkeit zu Hause können auch der Einbau eines Treppenlifts oder die Installation eines Hausnotrufes beitragen. Dieser wird, ähnlich einer Uhr, am Handgelenk getragen. Im Notfall muss nur ein Knopf gedrückt werden, um eine Verbindung zu einer Rettungsleitstelle herzustellen.
19
Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland wurden 2025 zu Hause von einem ambulanten Pflege- oder Betreuungsdienst versorgt.
⇥Quelle: Destatis
Hier noch ein paar Tipps und Ideen
Im Alter verändern sich oft die Ansprüche an das Wohnen. Wichtig sind vor allem Barrierefreiheit, Sicherheit und soziale Nähe.
Viele Seniorinnen und Senioren möchten möglichst lange in der eigenen Wohnung bleiben. Dabei helfen kleinere Umbauten wie Haltegriffe, schwellenlose Zugänge oder ein Bad mit bodengleicher Dusche.
Gute Beleuchtung, rutschfeste Böden und geeignete Schuhe erhöhen die Sicherheit in den vier Wänden.
Alternativen zum klassischen Wohnen sind betreutes Wohnen, Wohngemeinschaften für Senioren oder Mehrgenerationenhäuser. Sie bieten je nach Modell mehr Unterstützung im Alltag und zugleich Gemeinschaft. Entscheidend ist, frühzeitig zu planen, welche Wohnform zu den eigenen Bedürfnissen und zur finanziellen Situation passt.
Spazierengehen, Radfahren, Gymnastik oder Schwimmen halten Herz, Kreislauf und Muskeln fit.
Gespräche, Treffen und gemeinsame Aktivitäten beugen Einsamkeit vor und stärken die Psyche. Lesen, Rätseln, Lernen oder Hobbys fördern Konzentration und Gedächtnis.
Regelmäßige Arztbesuche, Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen helfen, Krankheiten früh zu erkennen.

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