Freie evang. Schule Metzingen
: Licht, Raum und Platz zum Lernen

AnzeigeMetzingen-Glems Die dreigeschossige Bauweise ermöglichte es, die Freie Evangelische Schule (FES) im Metzinger Teilort trotz des kleinen Grundrisses hell und großzügig zu gestalten. Von Jürgen Herdin
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung
  • Großzügige Fensterflächen bis zum Boden und verglaste Flur-Enden sorgen für ein helles Ambiente in der Glemser FES. ⇥Fotos: Jürgen Herdin

    Großzügige Fensterflächen bis zum Boden und verglaste Flur-Enden sorgen für ein helles Ambiente in der Glemser FES. ⇥Fotos: Jürgen Herdin

    Jürgen Herdin
  • Bei der Besichtigung kehrten sie auf die Schulbank zurück (von links): Projektarchitektin Julia Schiffner, der kaufmännische Leiter im FES-Vorstand Matthias Heinz sowie Architekt Jochen Schmid.

    Bei der Besichtigung kehrten sie auf die Schulbank zurück (von links): Projektarchitektin Julia Schiffner, der kaufmännische Leiter im FES-Vorstand Matthias Heinz sowie Architekt Jochen Schmid.

    Jürgen Herdin
  • Der Neubau der Freien Evangelischen Schule in Glems bietet Platz für bis zu 212 Mädchen und Buben.

    Der Neubau der Freien Evangelischen Schule in Glems bietet Platz für bis zu 212 Mädchen und Buben.

    Jürgen Herdin
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Maßgeschneidert für den Bauherrn und die Kinder – sowie passgenau eingefügt in eine Baulücke – entstand in zwei Jahren der Neubau der Freien Evangelischen Grundschule (FES) in Glems. Die geplanten Baukosten von 7,5 Millionen Euro wurden eingehalten. Die Mädchen und Buben konnten pünktlich zum neuen Schuljahr vom Altbau in das moderne, lichtdurchflutete, dreigeschossige Gebäude umziehen. Am Freitag, 6. November, ist der Festakt zur Einweihung.

Am Samstag, 14. November, können Eltern das Gebäude ab 10 Uhr besichtigen. Das pädagogische Personal ist dann ebenso anwesend wie Schulleiterin Tanja Schreck. Matthias Heinz, der kaufmännische Leiter im Vorstand der Freien Evangelischen Schule (FES) in Reutlingen, war maßgeblich verantwortlich für das Glemser Vorhaben. Er lobt die „hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt Metzingen“ – was der Architekt und Projektleiter Jochen Schmid vom Büro Hartmaier + Partner aus Reutlingen/Münsingen nur unterstreichen kann. Seine Projektarchitektin vor Ort war Julia Schiffner.

Vor 53 Jahren war die Freie Evangelische Schule die erste Bekenntnisschule in Deutschland. Auf der Basis des christlichen Glaubens sollen die Kinder eine klare Orientierung über die grundlegenden Werte des Menschseins erhalten. Dies gilt für den Unterricht und das gesamte Schulleben. Finanziert wird der Schulbetrieb durch Elternbeiträge. Der FES-Hauptsitz ist in Reutlingen. In Glems übernahm die FES ihren Standort im Jahr 2022 – im alten Schulgebäude des Metzinger Teilorts. Das Grundstück für den Neubau überließ die Stadt Metzingen der FES auf Erbbaupachtbasis.

Die Schule wird sukzessive zweizügig ausgebaut, derzeit sind es 128 Grundschulkinder, Platz ist für 212. Sie kommen auch aus Bad Urach, Dettingen und Reutlingen. Vor Ort unterrichten zwölf Lehrkräfte. Drinnen freuen sich alle über eine durchwegs großzügige Gestaltung des Gebäudes, das auf 1792 Quadratmetern acht Klassenräume aufweist. Es gibt zwei Gruppenräume, einen Raum für den Technikunterricht, eine Aula samt Mensa – und natürlich Platz für die Verwaltung samt Lehrerzimmer.

Das Gebäude ist eine Stahlbetonkonstruktion, die vorgehängte Fassade verfügt über Faserzementplatten. Das Flachdach ist begrünt und verfügt über eine Photovoltaikanlage. Der Mensa-/Essensraum ist mit einer mobilen Glaswand abgetrennt. Für eine Mediothek und eine Aufwärmküche war auch Platz.

Hell soll es in den Gebäuden sein, das ist die Devise von Jochen Schmid. Die Flure mit Fensterflächen bis zum Boden sind Lern- und Aufenthaltsbereich gleichermaßen. Mehr Licht: „Sehr wichtig sind uns immer auch verglaste Flur-Enden“, betont Schmid. Und freilich haben er und sein Team auch für Oberlichter gesorgt. Wärme kommt über eine Fußbodenheizung, das Gebäude ist ans Fernwärmenetz angeschlossen.

Kugelgarnteppich dämmt Geräusche

„Wir wollten Teppiche in den Fluren und in den Klassenräumen“, so der Wunsch von Matthias Heinz. Die schlucken Schall, was ja gerade für eine Schule von Vorteil ist. Der Bauherr entschied sich für das äußerst strapazierfähige Kugelgarn. Die bunten, ergonomisch geformten Stühle „haben in jedem Klassenzimmer ihre eigene Farbe“, erläutert Matthias Heinz. Der Pädagoge weiß: Dann gibt’s im stets so quirligen Treiben in einer Schule „jedenfalls keine Diskussionen darüber, welche Stühle wohin gehören“.

Die Stufen der Haupttreppe sind aus Eichenholz. Und die angesichts immer heißerer Sommer wichtigste Frage beantwortet Architekt Jochen Schmid: Da gibt es neben Sonnenschutzglas und Jalousien für die nächtliche Kühlung Lamellenfenster; die Oberlichter öffnen nachts zu bestimmten Zeiten und bei bestimmten Temperaturen automatisch.

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