Bundesfreiwilligendienste/FSJ: Arbeit in der Pflege, für Umwelt oder Kultur

Der Bundesfreiwilligendienst verspricht eine sinnstiftende Zeit.⇥Foto: NDABCREATIVITY/adobe.stock
© NDABCREATIVITY/adobe.stock.comWer nach der Schulzeit noch unentschlossen ist, wohin der Karriereweg führen soll, für den ist der Bundesfreiwilligendienst vielleicht die passende Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Berufsalltag zu sammeln. Der Bundesfreiwilligendienst, kurz BFD, deckt ein sehr breites Aufgabenspektrum ab und ist in ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen möglich. Freiwillige können dort eingesetzt werden, wo Unterstützung im Alltag gebraucht wird – immer ergänzend zu den hauptamtlichen Kräften und nicht als Ersatz für eine Fachkraft.
Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Gesellschaft
Soziale Einrichtungen werden wohl an häufigsten mit dem Bundesfreiwilligendienst in Verbindung gebracht. Dort helfen die „Bufdis“, wie die Teilnehmenden oft genannt werden, etwa in Kitas, Schulen, Jugendzentren, Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Zu ihren Aufgaben kann es gehören, bei der Betreuung mitzuwirken, Freizeitangebote zu begleiten, beim Essen zu helfen, kleinere organisatorische Tätigkeiten zu übernehmen oder Bewohnerinnen und Bewohner im Alltag zu unterstützen. In Schulen und Kindertagesstätten können sie außer dem Projekte begleiten, bei Ausflügen helfen oder bei Spiel- und Lernangeboten unterstützen.
Ökologische Projekte und Umweltbildung
Auch im Bereich Umwelt- und Naturschutz bietet der Bundesfreiwilligendienst viele Einsatzmöglichkeiten. Freiwillige arbeiten dort etwa in Nationalparks, Umweltbildungszentren, Tierheimen, botanischen Gärten oder bei Projekten zum Arten- und Landschaftsschutz mit. Zu den Aufgaben kann gehören, Pflegearbeiten auf Grünflächen zu übernehmen, bei der Umweltbildung mitzuhelfen, Besucher zu informieren oder bei der Betreuung von Tieren zu unterstützen.
Kunst und Kultur pflegen und bewahren
Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Kultur und Denkmalpflege. Hier helfen Freiwillige in Museen, Archiven, Gedenkstätten, Theatern oder bei Vereinen und Projekten mit kulturellem Schwerpunkt. Sie unterstützen dort zum Beispiel bei Veranstaltungen, in der Öffentlichkeitsarbeit, bei Führungen, beim Auf- und Abbau oder bei der Betreuung von Gästen.
Unterstützung für Verbände und Organisationen
Auch im Sport können BFDler eingesetzt werden, etwa in Sportvereinen, Verbänden oder Bewegungsprojekten. Dort begleiten sie Trainingsangebote, unterstützen bei Veranstaltungen, helfen in der Jugendarbeit oder übernehmen organisatorische Aufgaben im Vereinsalltag. Im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes arbeiten Freiwillige unter anderem bei Hilfsorganisationen, im Rettungsdienst oder bei der Vorbereitung und Begleitung von Ausbildungs- und Informationsangeboten mit.
Hinzu kommen administrative und praktische Tätigkeiten, die je nach Einsatzstelle unterschiedlich ausfallen. Dazu zählen zum Beispiel Telefondienst, Büroorganisation, Dokumentation, Einkäufe, Begleitung von Terminen oder Fahrdienste.
Der Bundesfreiwilligendienst soll Einblicke geben, Orientierung ermöglichen und gesellschaftliches Engagement fördern. Welche Aufgaben konkret anfallen, hängt immer von der jeweiligen Einsatzstelle ab – und von den Fähigkeiten und Interessen der Freiwilligen.⇥ab

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