Rettungszentrum Ammeerbuch: Großzügig und beeindruckend
Nach nur etwas mehr als eineinhalb Jahren Bauzeit steht in der Altinger Römerstraße jetzt ein wahres Leuchtturmprojekt. Das Rettungszentrum, in dem nun die Wehren aus Altingen und Reusten vereint sind, beherbergt auch das DRK mit eigenen Räumen. Und alleine schon der bloße Außenanblick besticht mit der außergewöhnlichen Architektur. Der langgezogene eingeschossige Flachbau hat eine imponierende Nettofläche von 1500 Quadratmetern. Immerhin wurden in das Zentrum sieben Millionen Euro investiert. Aber erst ein Rundgang mit dem Altinger Abteilungskommandanten der Feuerwehr, Markus Epple, und mit Burkhard Sambeth vom Ammerbucher Bauamt zeigt die beeindruckenden neuen Räume in ihren ganzen Ausmaßen. Entworfen wurde das Zentrum von dem Büro „Drei Architekten“ aus Stuttgart.
Hinter dem Gebäude gibt es ausreichend viele Alarmparkplätze für die Kameraden der Wehr oder das DRK. Dort sind auch Hydranten für alle in Deutschland möglichen und zugelassenen Wasserschlauchanschlüsse. Das Gebäude selbst ist eine Holzkonstruktion mit einer Bodenplatte aus Stahlbeton. Die Außenhülle ist eine vertikal angeordnete Holzschalung, feingliedrig und in warmer Atmosphäre.
Betritt man das Zentrum über den hinteren Eingang, liegt links ein opulenter Schulungsraum. Auch hier kommen Holzwände und Holzdecke äußerst wirkungsvoll zur Geltung und sorgen für ein warmes, behagliches Gefühl. Zum Süden hin liegt eine Terrasse. Die gesamte Länge des Raumes in dieser Richtung ist vollkommen verglast. Imponierend auch die Flexibilität des Raumes. Es können Schulungen mit 56 Teilnehmern, mit 120 oder sogar mit 182 Teilnehmern abgehalten werden, „alles nur eine Frage der Bestuhlung“, wie Burkhard Sambeth erklärt. Zum Raum gehört noch eine fein ausgestattete Küche für die Bewirtung. Diese diene auch dem Bevölkerungsschutz, sagt Markus Epple. Es gibt außerdem eine Notstromanlage im Gebäude, die immerhin 120 kW liefert.
Im Gang neben dem Schulungsraum liegen die Toiletten und zur Römerstraße hin der Jugendraum – ausgestattet mit einer „chilligen“ Sofalandschaft. Das sei „eine Spende einer Kameradin für unsere Jugend“, so Markus Epple. Dann geht es in den sogenannten Alarmflur. Hier geht das Licht automatisch an. Rechts liegen die Umkleiden der Frauen, daneben die der Männer. Insgesamt 72 Plätze gibt es dort. Aktuell hat die Wehr 40 Mitglieder. Markus Epple hofft, dass aus der Jugend noch etliche Mädchen in die Wehr überwechseln. Gegenüber sind das Büro des DRK und das der Feuerwehr. Am Ende liegt der Gemeinschaftsraum, daneben die Funkzentrale.Riesig dann die Fahrzeughalle. Da stehen vier Fahrzeuge der Wehr und zwei des DRK. Installiert wurde eine nagelneue Absaugungsanlage. In der Ecke hängt ein großer Bildschirm, der sogenannte Alarmbildschirm. Hier kann man die aktuell verfügbare Mannschaftsstärke der Ammerbucher Wehren sehen oder den Einsatzort. Diese Bildschirme sind auch in den Umkleiden. Es liegt noch eine kleine Werkstatt im hinteren Teil der Halle und eine Art Waschküche gleich daneben. Hier kann man gleichzeitig fünf Ausrüstungen waschen, sogar Helme. Und daneben steht ein ultramoderner Trockner für vier Outfits. Außerdem verfügen Wehr und DRK noch über einige Lagerflächen.
Tatsächlich sind Markus Epple und Burkhard Sambeth sich zurecht darüber einig, dass mit dem Zentrum ein wahres Prunkstück entstanden ist. Auf dem Dach liegen PV-Platten, die den Gemeindewerken Ammerbuch gehören. Es gibt Wärmepumpen und eine Trafostation. Die Außenanlagen zur Römerstraße hin werden mit Sträuchern und Bäumen bepflanzt – und damit ist dann dieses großartige Projekt eines Rettungszentrums weitgehend abgeschlossen. Jetzt kann es offiziell übergeben werden.
Einweihungsfest
Die große Einweihung des neuen Rettungszentrums wird am 19. und 20. September gefeiert. Am Samstag, 19. September, zieht die Feuerwehr um 15 Uhr in einem großen Festumzug vom bisherigen Standort in das neue Rettungszentrum. Am Abend wird ab etwa 20 Uhr mit den „Lausbuba“ gefeiert.
Sonntags öffnet das neue Zentrum dann seine Türen für die Öffentlichkeit. Bei Vorführungen und Übungen gibt die Wehr Einblicke in ihre Arbeit. Auch für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher ist bestens gesorgt.
Die große Einweihung findet am 19. und 20. September statt. Am Samstag, 20. September, gibt es um 15 Uhr den großen Umzug vom alten Zentrum ins neue Altinger Rettungszentrum. Danach, gegen 20 Uhr, findet dann die Party mit den Lausbuba und am Sonntag schließlich der Tag der offenen Tür. statt. Dazu gibt es Vorführungen und Übungen der Wehr – und natürlich ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

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